Wertheim

Jubiläum Wertheims Oberbürgermeister stattete anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Firma Zippe einen Besuch ab

Weltmarktführer „Made in Wertheim“

Archivartikel

Bestenheid.Die Feier zum 100-jährigen Bestehen der Firma musste wegen der Corona-Einschränkungen zwar verschoben werden. Gratulieren wollte Wertheims Oberbürgermeister aber dennoch.

Und so nutzte Markus Herrera Torrez jetzt die Gelegenheit eines Firmenbesuchs, um der Zippe Industrieanlagen GmbH im Namen der Stadt, des Gemeinderats, der Bürger, aber auch ganz persönlich Glückwünsche zu dem außergewöhnlichen Geburtstag zu überbringen. Gleichzeitig überreichte er dem geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Philipp Zippe, Geschäftsführer Günther Mlynar, Gesellschafterin und der Leiterin des Personalwesens, Katharina Zippe-Sproll und nicht zuletzt Aufsichtsrat Dr. Bernd-Holger Zippe eine Ehrenurkunde.

Besondere Anerkennung zollte der Oberbürgermeister dem „Zippe-Prinzip“, den Kunden bei den für diese gefertigten Anlagen „von der ersten Schraube bis zur Übergabe alles aus einer Hand zu liefern“. Dies sei „Made in Wertheim in Weltmarktführer-Qualität“ und zeuge von der hohen Kompetenz der Mitarbeiter, so Herrera Torrez. Mit großem Interesse verfolgte er die Ausführungen von Aufsichtsrat Dr. Bernd Holger Zippe zur Geschichte des Unternehmens. Als inhabergeführtes Familienunternehmen bereits in der vierten Generation hat Zippe in der Zwischenzeit mehr als 650 Anlagen in die ganze Welt geliefert. „Wir arbeiten zu einhundert Prozent für die Glasindustrie. Da haben wir unsere Nische gefunden“, erläuterte der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Philipp Zippe. Über dessen Aussage, „wir fühlen uns wohl in Wertheim“ freute sich der Oberbürgermeister ebenso, wie über die Feststellung von Personalchefin Katharina Zippe-Sproll, „die Stadt ist ein attraktiver Standort, gerade auch für jüngere Leute. Hier hat sich einiges getan“. Nach ihren Angaben liegt der Altersschnitt der Beschäftigten bei Zippe bei rund 38 Jahren, die Ausbildungsquote beträgt circa zehn Prozent. Die meisten Mitarbeiter stammten aus dem näheren Umkreis von Wertheim. „Und wir waren mit eine der ersten Firmen, in der es einen Betriebsrat gegeben hat“, ergänzte Dr. Bernd-Holger Zippe.

Natürlich war auch die anhaltende Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen sowohl auf die Stadt als auch auf die Unternehmen ein Thema der Gesprächsrunde. „Wir leben von der Globalisierung“, sagte Geschäftsführer Günther Mlynar. Der Exportanteil bei Zippebeträgt rund 80 Prozent, davon entfällt ein großer Teil auf Länder außerhalb der Europäischen Union. Entsprechend hofft man in dem Wertheimer Unternehmen auf ein baldiges Ende der Krise.

„Das Jahr 2020 ist für uns eine Herausforderung. Aber der Ausblick fällt recht stabil aus“, betonte Dr. Philipp Zippe. Der Gesprächsrunde schloss sich eine Führung durch das Unternehmen an. stv

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