Wertheim

Evangelische Kirchengemeinde Urphar Abendmusik mit Prof. Armin Rosin und Martin Bernreuther

Vom Alphorn zum Spiritual

Archivartikel

Urphar.Die 118. Abendmusik findet am Sonntag, 6. Oktober, um 19 Uhr in der Jakobskirche Urphar statt. Prof. Armin Rosin (Alphorn/Posaune) und Domorganist Martin Bernreuther (Orgel) gestalten das Konzert unter dem Titel „Vom Alphorn zum Negrospiritual“.

Nach dem Abitur studierte Prof. Armin Rosin in München Posaune, dann Gesang und Dirigieren (Mozarteum), außerdem Musikwissenschaften und Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Mit 21 Jahren war Rosin Soloposaunist der Bamberger Symphoniker 1968 wechselte er zum Radio-Symphonieorchestzer (unter Sergiu Celibidache) nach Stuttgart. Nach 22 Jahren solistischer Tätigkeit und Orchester-Praxis wurde er 1980 auf eine ordentliche Professur für Posaune und Kammermusik an die Stuttgarter Musikhochschule (University of music and performing arts) berufen. Er bespielte in den 70er Jahren die allererste Schallplatte mit Posaunen-Konzerten auf der ganzen Welt und es gelang ihm, die Posaune als Solo-Instrument in die Konzertsäle Europas neu einzuführen.

Unter der Leitung von berühmten Dirigenten (Herbert v. Karajan, Karl Böhm, Pierre Boulez, Neville Mariner u.a.,) und mit vielen namhaften Orchestern spielte er im In- und Ausland, bei Konzerten, TV-Aufzeichnungen und Rundfunkaufnahmen.

Fast das gesamte Solo- Repertoire für Posaune nahm Rosin auf Schallplatten und CDs auf. Über 80 Kompositionen wurden eigens für ihn von zum Teil weltbekannten Komponisten geschrieben.

Seine Konzerttätigkeit reicht von West- und Osteuropa, Israel, bis Russland, Japan, Korea, China, Taiwan, Afrika und Amerika. Er ist Träger von bedeutsamen Musik- und Kunstpreisen.

Martin Bernreuther studierte Katholische Kirchenmusik und Konzertfach Orgel an der Staatlichen Hochschule für Musik in München bei Professor Franz Lehrndorfer. Nach den Abschlüssen Kirchenmusik Diplom A, Künstlerisches Diplom „Mit Auszeichnung“ und dem Erhalt des Meisterklassen-Diploms führte er seine Studien als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Paris fort.

Durch verschiedene Meisterkurse, unter anderem mit Jean Guillou, ergänzte er sein musikalisches Repertoire. 1996 wurde Bernreuther zum Professor für Orgel, Improvisation und Cembalo an die Hochschule der Künste der Katholischen Universität von Porto, Portugal, berufen.

Nach mehrjähriger Tätigkeit am Münchner Dom und an der Pfarr- und Klosterkirche St. Birgitta und St. Alto in Altomünster erfolgte 2002 die Ernennung als Domorganist der Kathedrale Eichstätt und amtlicher Orgelsachverständiger des Bistums.

Zu den Höhepunkten seiner künstlerischen Laufbahn zählen Auftritte mit dem Münchener Bach-Chor, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen der Großen Messe in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart unter der Leitung von Leonard Bernstein sowie zahlreiche Gastspiele mit Echo-Preisträger Gábor Boldoczki. Eine umfangreiche Tätigkeit als Konzertorganist führt ihn regelmäßig in die bedeutendsten Kirchen und Kathedralen.

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