Wertheim

Seniorennachmittag Trio „Happy Music“ sorgte auf der Michaelis-Messe für gute Stimmung bei Kaffee und Kuchen

Volkslieder-Singen gehört zum Ablauf einfach dazu

Archivartikel

Wertheim.„Gehörte“ die Michaelis-Messe am Vortag noch den Kindern, so standen am Mittwoch die Älteren und Ältesten beim traditionellen Seniorennachmittag der Stadt Wertheim im Mittelpunkt.

Es geht alles ein bisschen ruhiger und gesitteter zu, als es sonst in dieser Woche in er Main-Tauber-Halle üblich ist. Zwar wird eifrig geschunkelt und mitgesungen. Aber die Bedienungen schleppen keine Maßkrüge voller Bier durch die Gegend, sondern Kaffeetassen und Kuchenteller.

Und es steht auch nur einer auf den Bänken: Marcel Väth, der mitten im Publikum die Trompete bläst, während Vater Lothar auf der Bühne das Keyboard und Bruder Matthias das Schlagzeug bearbeiten. Zu dritt sind sie „Happy Music“ und genau die machen sie auch, zuverlässig und gekonnt, seitdem man beim Seniorennachmittag der Stadt Wertheim auf den Stargast verzichtet, der anderen Ortes bei ähnlichen Veranstaltungen noch präsentiert wird.

Noch während das Trio auf der Bühne aufbaute und die Instrumente stimmte, kamen die ersten Gäste in die Halle. Mehr als 850 Seniorinnen und Senioren wurden es schließlich, die der Einladung der Stadt gefolgt sind. Die größte Gruppe bildet – wie eigentlich immer – das Wohnstift Hofgarten. Um sie müssen sich Manuela Erbacher, Celia Fernandez Selles und Nico Hildenbrand aus dem Büro des Oberbürgermeisters nicht kümmern. Die „Wohnstiftler“ werden von zahlreichen Betreuerinnen und Betreuern begleitet, und gemeinsam sorgen Ältere und Jüngere gleich mal für ein wenig Stimmung.

Das Büro des Oberbürgermeisters ist für die Organisation der Veranstaltung zuständig. Im Einsatz sind außerdem die Auszubildenden der Verwaltung. Und natürlich der OB selbst, der schließlich, fast unbemerkt, die Halle betreten hat und erst einmal durch die Reihen geht, um Hände zu schütteln. Dabei muss er festzustellen, dass ihn noch nicht jede und jeder kennt. Dashalb stellt er sich, als er schließlich die Bühne erreicht und betreten hat, artig vor. Dass er Markus Herrera Torrez heiße und seit Mai Oberbürgermeister dieser schönen Stadt sein dürfe, berichtet er.

Natürlich gibt es auch Worte des Dankes und der Anerkennung für die älteren Gäste und deren Lebensleistung. „Leistungssäulen unserer Demokratie“ nennt er sie und dass ohne sie das Miteinander nicht denkbar sei. Am Vortag war Herrera Torrez im Haus der Jugend und Vereine mehr zufällig auf eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren getroffen, die sich dort gegenseitig regelmäßig treffen und gegenseitig beim Umgang mit Laptop, Tablet und Smartphone unterstützen. Das hat den Oberbürgermeister so beeindruckt, dass er jetzt davon erzählt und die Gelegenheit gleich einmal zu einem Werbeblock für den Seniorenbeirat nutzt, der dieses Angebot organisiert.

Zu den Aufgaben des OB an diesem Nachmittag gehört es, die älteste Besucherin oder den ältesten Besucher zu begrüßen. Das ist in diesem Jahr Luise Schäfer aus dem Wohnstift. Preise gibt es auch wieder zu verteilen. Wer sich für die Veranstaltung angemeldet hat, kann gewinnen. Auszubildende Celine Dosch ist die „Glücksfee“ und zieht Heinz Kronmüller aus Bestenheid, Gisela und Robert Hildebrand vom Wartberg und Christine Hock aus Grünenwört als Gewinner des dritten, zweiten und ersten Preises aus der Lostrommel. Jedes Präsent, auch das für die älteste Besucherin, bringt der OB persönlich an den Platz. Ein kleines Pläuschchen, ein Foto und zurück geht es auf die Bühne. Dort wartet noch die schwerste Prüfung auf ihn, denn das Programm sieht das gemeinsame Singen von einigen Volksliedern vor. Schnell wird deutlich, dass das nicht zu den absoluten Stärken des 31-Jährigen gehört.

Schließlich übernehmen „Happy Music“ wieder alleine die musikalische Unterhaltung, während der Oberbürgermeister sichtlich erleichtert die Bühne verlässt, den Trachtenjanker ablegt, die Weste aufknöpft und sich bei einigen Senioren dazusetzt. ek

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