Wertheim

Berufliches Schulzentrum Wertheim Anmeldeschluss für das kommende Schuljahr ist der 2. März

Viele Wege führen ans berufliche Ziel

Archivartikel

Bestenheid.Ob nun die Ausbildungsreife, die Mittlere Reife, das Fachabitur oder das Abitur Ziel der schulischen Karriere ist, das Berufliche Schulzentrum (BSZ) Wertheim bietet dafür die Grundlagen. So haben Schüler in den berufsvorbereitenden Schularten, in den zweijährigen Berufsfachschulen, im Berufskolleg I und II sowie in den Beruflichen Gymnasien die Möglichkeit, sich auf eine Ausbildung vorzubereiten, beziehungsweise den Grundstein für ein künftiges Studium zu legen.

Berufsvorbereitung – Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt (bisher BEJ / VAB, jetzt AV dual): Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zeigt, dass die Unternehmen einen steigenden Fachkräftebedarf haben. So werden vermehrt Schülern mit einem guten Hauptschulabschluss Aussichten auf einen Ausbildungsplatz eröffnet.

Von den künftigen Auszubildenden werden spezifische Qualifikationen bei der Erfüllung von Arbeitsaufgaben verlangt, wie zum Beispiel Planen, Vorbereiten und Organisieren im Team, Auswerten von technischen Zeichnungen und anderen Unterlagen, Festlegen von Bearbeitungsvorgängen und Arbeitsabläufen, Berücksichtigen von Qualitätsvorgaben oder Umsetzen von betrieblichen Richtlinien des Qualitätsmanagements. Jugendliche, die in diesem Bereich Schwierigkeiten haben, drohen bereits nach kurzer Zeit zu scheitern.

Im Rahmen des einjährigen AV dual werden den Schülern sowohl eine berufliche Grundbildung als auch entsprechende Schlüsselqualifikationen für den Eintritt in die Berufsausbildung beziehungsweise in ein Arbeitsverhältnis vermittelt. Schulische Betriebspraktika führen in den beruflichen Alltag und festigen die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Schüler können im AV dual ihren Hauptschulabschluss erwerben oder verbessern.

Zweijährige Berufsfachschule –Mittlere Reife und berufliche Grundbildung im Doppelpack (2BFS): Modern ausgebildeter Fachkräftenachwuchs ist für die Betriebe sowie für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit vor allem des ländlichen Raums unverzichtbar. Immer mehr Jugendlichen fehlen die Ausbildungsvoraussetzungen. Vor allem leistungsschwächere junge Menschen benötigen eine intensivere Förderung, Beratung und Betreuung in Schule und Ausbildung.

Diesem Anspruch werden die zweijährigen Berufsfachschulen des BSZ mit ihren Profilbereichen Elektrotechnik, Metalltechnik, Gesundheit und Pflege sowie Wirtschaft seit vielen Jahren gerecht. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Vorbereitung auf den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses, sondern auch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen für die Arbeitswelt.

Zudem werden die Schüler bei der Integration in den Arbeitsmarkt durch Hilfestellungen bei Lehrstellensuche, Feststellung von Kompetenzen durch Stärken-Schwächen-Analysen sowie Bewerbungstraining unterstützt. Der Eintritt in eine Ausbildung wird erheblich erleichtert, da parallel zur Vertiefung der Allgemeinbildung auch Inhalte des ersten Ausbildungsjahres im entsprechenden Berufsfeld vermittelt werden.

Berufliches Gymnasium und Berufskolleg – Zwei Wege in die berufliche Zukunft (BG/BK): Das Technische, das Biotechnologische und das Wirtschaftsgymnasium schließen mit der Allgemeinen Hochschulreife ab, ohne jegliche Einschränkung. Sie bieten denselben Zugang zu jedem beliebigen Studiengang an Hochschulen und Universitäten wie das Abitur an einem allgemeinbildenden Gymnasium. Die zusätzlich erworbenen fachspezifischen Kenntnisse erleichtern den Einstieg in ein Studium im jeweiligen Profilbereich.

Absolventen des Kaufmännischen Berufskollegs I und II finden dank der kaufmännischen Orientierung ihren Weg in zumeist kaufmännisch-verwaltende Berufe. Der Abschluss des BK II berechtigt in Verbindung mit einem entsprechenden Praktikum außerdem zu einem Studium an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen) und zum dualen Studium. Am Berufskolleg I kann zwar kein eigenständiger Abschluss erreicht werden, allerdings verfügen die Schülerinnen und Schüler am Ende des Schuljahres über grundlegende kaufmännisch-verwaltende Kenntnisse. So wird der Einstieg in eine kaufmännische Ausbildung erleichtert bzw. gar die Möglichkeit gegeben, sich das am Berufskolleg absolvierte Schuljahr u. U. als erstes Ausbildungsjahr anerkennen zu lassen.

Schulische und außerschulische Aktivitäten: Sowohl der handlungsorientierte, praxisbezogene Unterricht in modern ausgestatteten Unterrichts- sowie Fachräumen, als auch zahlreiche Projekte („Wirtschaft macht Schule“, „Kreative Köpfe“, „BIOtechnikum“, „Frederick Tag – das landesweite Literatur-Lese-Fest“), die Teilnahme an Exkursionen (Think-Ing-Informationstage an Fachhochschulen, Teilnahme an der Vocatium-Messe und dem Hochschulinformationstag in Würzburg, Exkursionen der Schüler zu Unternehmen verschiedener Wirtschaftszweige), Bewerbungstrainings und Projekttage tragen dazu bei, das im Unterricht Gelernte praxisnah zu veranschaulichen und in die moderne Arbeitswelt von heute einzuführen. Zudem werden die auf dem Arbeitsmarkt erforderlichen Schlüsselqualifikationen hinsichtlich der Methoden- und Sozialkompetenz gefördert.

Infoabende und Anmeldung

Folgende Infoabende finden am BSZ Wertheim statt: BG und BK am Mittwoch, 15. Januar, um 18 Uhr in der Aula; 2BFS am Dienstag, 11. Februar, um 19 Uhr in der Aula. Anmeldeschluss für das kommende Schuljahr ist Montag, 2. März.

Für BG/BK-Anmeldungen finden Interessierte online auf der Homepage des BSZ Wertheim einen Wegweiser für das Online-Anmeldever-fahren (BewO). Weitere Informationen, Infoblätter und Anmeldeformulare sind ebenfalls auf der Homepage unter http://www.bsz-wertheim.de zu finden.

Die Unterlagen können zwischen 7.30 und 15 Uhr im Sekretariat abgegeben werden oder per Post beziehungsweise E-Mail zugesandt werden. Bei Fragen können sich Schüler beziehungsweise Eltern an das BSZ Wertheim unter Telefon 09342/96590 wenden. bsz

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