Wertheim

Ehrung Songrit Breuninger für 20 Jahre als Ortsvorsteherin ausgezeichnet

Viele Projekte tragen ihre Handschrift

Bettingen.In Zukunft soll es in Bettingen eine Naturkindergruppe des städtischen Kindergartens geben. Aktuell herrsche wegen der großen Nachfrage eine angespannte Betreuungssituation, berichtete Ortsvorsteher Ralf Tschöp. Viele Eltern hätten sich eine Gruppe in der Art eines Waldkindergartens gewünscht. Sie sei konkurrenzlos günstig in der Umsetzung, betonte er. Zustimmung hatten die Leitungen der beiden Waldkindergärten in Waldenhausen und Dertingen signalisiert. Aktuell suche man ein passendes Gelände. Die Gruppe soll zum Kindergartenjahr 2021/22 starten.

Hinsichtlich der Entwicklung auf dem Friedhof gab Tschöp bekannt, dass man das anberaumte Bürgergespräch wegen der Pandemie verschoben habe. Die Umsetzung des anonymen Gräberfelds soll gegen Herbst in Eigenleistung beginnen. Zum Themas Grabschmuck beschloss der Ortschaftsrat, dass pro Grab nur noch eine Blume und eine Friedhofskerze erlaubt sind.

Die ehemaligen Ortsvorsteherin Songrit Breuninger wurde für 20 Jahre in diesem Amt geehrt. Die Auszeichnung war von vielen Bürgern gewünscht worden. Seitens des Gemeinderats war für diese Amtszeitspanne keine Ehrung vorgesehen. „Einige haben seit ihrer Geburt keine andere Frau als Ortsvorsteher erlebt“, verwies Tschöp auf die zwei Jahrzehnte Amtszeit. Diese habe sie mit Taten ausgefüllt, die ihre persönliche Handschrift tragen.

Sie sei im Amt immer nah an den Bürgern gewesen. „Diese Verantwortung für die Gemeinschaft hast du mit viel Geschick erfüllt.“ Bettingen sei ein Dorf mit Problemen einer Großstadt, verwies er auf Projekte wie das geplante Ritterland oder den Möbelmarkt. Breuninger habe auch nach persönlichen Angriffen der Bettinger weitergemacht. „Großen Respekt.“

„Bettinger Sandhase“ als Dank

Es habe aber auch viele schöne Momente geben, erfolgreiche große und kleine Projekte, für welche die Bürger ihr dankten. „Ich konnte mir deiner Unterstützung immer sicher sein“, ging Tschöp auf die Zeit nach seiner Amtsübernahme aus. Er war sich sicher, Breuninger werde weiterhin eine scharfe Beobachterin sein, und Kritik üben, wo sie es für nötig halte. Als Geschenk überreichte ihr der Ortschaftsrat einen handgefertigten „Bettinger Sandhasen“ aus Sandstein. Der Sandhase sei ein Tier, das auch mal Haken schlage, aber nur, um sich Dinge aus verschiedenen Winkeln anzusehen. „Du hast im Dorf Spuren hinterlassen. Vielen Dank für Alles, was du für Bettingen und alle Bettinger getan hast. Danke auch an deine Familie, die oft auf dich verzichten musste.“

Breuningers Dankesworte galten unter anderem den Vereinsvorständen des Dorfs. Im Laufe der 20 Jahre habe sie mit über 30 von ihnen zusammengearbeitet und sich stets auf sie verlassen können. Sie lobte die gute Zusammenarbeit mit anderen Gremien sowie den Verwaltungsmitarbeitern. Dank sprach sie ihre Familie aus. Des Öfteren habe es in ihrer Amtszeit Konflikte gegeben. Sie blickte aber auf viele positive Aspekte zurück. „Ich habe das Amt der Ortsvorsteherin sehr gerne ausgeführt und es als Ehre angesehen.“ Eine viermalige Wahl zur Ortsvorsteherin zeigte, dass die Menschen zufrieden waren. Zum Abschied bedachten einige Mitglieder des Posaunenchors Songrit Breuninger mit einem Musikstück.

Abschließend gab der Ortsvorsteher einige Informationen bekannt. Hinsichtlich der Verschmutzungen des Weges gegenüber des Autohofs durch Fahrzeuge von Fäll- und Rückarbeiten erklärte er, die Reinigung erfolge nach deren Abschluss, da der Weg sonst gleich wieder schmutzig werde. Hinsichtlich überhängender Bäume auf öffentlichen Waldwegen betonte Tschöp, die Eigentümer von Waldflächen müssten diese entfernen.

Kritik übte er daran, dass manche die Anleinpflicht von Hunden im Ortsgebiet nicht mehr ernst nehmen würden. Hunde liefen verbotener Weise über Flächen wie den Bolzplatz. Weiter wies er darauf hin, dass auf Privatgrundstücken im Dorf zwar kleine Feuer in Feuerschalen erlaubt seien, aber nicht das Verbrennen größerer Mengen Grünschnitt. Der Runde Tisch zum Jugendraum wurde verschoben. bdg

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