Wertheim

Ferienprogramm Kreuzwertheim Kinder erkundeten die Stadt Wertheim und ihr Wahrzeichen

Viel über das Leben auf der Burg erfahren

Kreuzwertheim/Wertheim.Auf den Spuren der „Ritter, Grafen und Prinzessinnen“ der Wertheimer Burg unterwegs waren am Freitag beim Kreuzwertheimer Ferienprogramm 16 Kinder aus vielen Gemeinden der Kommunalen Allianz Raum Marktheidenfeld mit Geo- und Naturkundeführer Bernd Wolz.

Der Rundgang begann am Spitzen Turm. Wolz ging auf dessen Schutzfunktion für die Burg und Stadt ein. Von der gegenüberliegenden Tauberseite aus blickte die Gruppe auf das Kittsteintor und die Stadtmauer.

Die Kinder erfuhren, dass Wertheim ursprünglich auf der Seite des Mains gegründet wurde, so sich heute Kreuzwertheim befindet. Erst später wurde die Burg gebaut.

Errichtet wurde diese auf dem Berg, damit man einen guten Überblick über das Gelände hatte, informierte Wolz. Geschützt wurde sie durch den Burggraben, die Burgmauern und die Stadtmauer.

Bewohnt wurde die Burg zunächst von den Wertheimer Grafen. Anhand des Fotos eines Kupferstichs aus dem Jahr 1648 erklärte Wolz das damalige Aussehen der Stadt und was sich seither verändert hat. Die Kinder lernten auch etwas über das beschwerliche Leben im Mittelalter und das Feudalsystem. Zwischendurch habe es einen bis fünf Grafen gleichzeitig in Wertheim gegeben, berichtete Wolz. „Meist war es aber nur einer.“

Über die Rathausbrücke ging es durch den Rosengarten und die Treppen hinauf zur Burg. Gemeinsam umrundete man entlang der Burgmauer das Wertheimer Wahrzeichen. Wolz verwies dabei unter anderem auf die Schießscharten: „Die ersten Waffen waren Armbrüste, später dann Kanonen.“ Wie diese und Gewehre zu jener Zeit aussahen, verdeutlichte er mit einem Bild. Außerdem ging er auf die Abgrenzung der „alten und neuen Burg“ ein.

Im Laufe des Vortrags erfuhren die Kinder vieles über die Geschichte der Burg, die Wertheimer Grafen und deren Leben. In der Burganlage wurde der Bergfried bestiegen.

Zurück in der Stadt warf man einen Blick in die Stiftskirche. Wolz erklärte die dortigen Grabmale und berichtete über das Grafengeschlecht Löwenstein-Wertheim. bdg

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