Wertheim

Projekt Zunächst wird Aktenplan erstellt

Verwaltung stellt Strategie für Digitalisierung vor

Archivartikel

Wertheim.Die Digitalisierungsstrategie der Stadtverwaltung war am Montag Thema im Wertheimer Gemeinderat. Der Digitalisierungsbeauftragte Christoph Knörzer stellte das Konzept vor.

Basiskomponenten sind demnach die elektronische Schriftgutverwaltung, die Digitalisierung städtischer Finanzprozesse, das Prozessmanagement und die digitale Ratsarbeit. Erste Maßnahme sei die Erstellung eines Aktenplans, der derzeit in der Verwaltung nicht existiere. Dieser sei aber erforderlich für die Einführung einer zentralen Dokumentenmanagementsoftware, mit der elektronische Akten verwaltet werden. Die Software soll zunächst im Bereich „Personal und Organisation“ zum Einsatz kommen.

Erste digitale Impulse sollen laut Knörzer mit einem digitalen Mängelmelder, einer neuen Fassung des Intranets sowie digitalen Urlaubs- und Dienstreiseanträgen gesetzt werden.

Axel Wältz (CDU) bemängelte, dass die Strategie keinen Zeitplan enthält. „Nur, wer sein Ziel kennt, findet auch den Weg“, sagte er. Richard Diehm (Grüne) und Ingo Ortel (SPD) erkundigten sich nach den Kosten für das Projekt. Christian Ulzhöfer (Bürgerliste) meinte, es brauche zunächst eine Tätigkeits- und Strukturanalyse für die Strategie. Zudem vermisse er einen „Masterplan“. Johann Vogeltanz (Freie Bürger) fragte nach der Datensicherheit.

Dezernatsleiter Helmut Wießner entgegnete Ulzhöfer, dass die Stadt durchaus Analysen vornehme: „Das ist genau unsere Vorgehensweise.“ Die Kosten des Projekts seien derzeit nicht abschätzbar. OB Markus Herrera Torrez sprach von einem „komplexen Sachverhalt“. Die Digitalisierung sei ein Prozess, der „nie enden wird“. Das Gremium billigte die Strategie einstimmig.

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