Wertheim

Herzensprojekt Unterstützung für Shimon Schwarzschilds Dokumentarfilm / Aufführung im kommenden Jahr im Grafschaftsmuseum geplant

Versöhnung ist sein Lebenswerk

Archivartikel

Wertheim.Im Oktober hatte der 93-jährige Shimon Schwarzschild seine Geburtsstadt Wertheim besucht und dabei Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez sein Herzensprojekt vorgestellt: Er arbeitet an einem Dokumentarfilm über sein Schicksal, bei dem die Versöhnung im Mittelpunkt steht. Der Film soll Mitte 2020 fertig sein. OB Herrera Torrez übergab im Oktober eine 1000-Euro-Spende für das Projekt. Weitere Unterstützung ist willkommen.

Shimon Schwarzschild musste im Alter von zehn Jahren mit seiner jüdischen Familie aus Nazi-Deutschland fliehen. Heute lebt er in den USA und Versöhnung ist sein zentrales Anliegen. Dazu hat er mehrfach seine Geburtsstadt besucht. Der Entschluss zu der Dokumentation, so erzählte er, sei vor Jahren bei seinem ersten Besuch der jüdischen Abteilung des Grafschaftsmuseums gereift. Vor allem jungen Menschen will er die Ereignisse der Vergangenheit nahe bringen.

Bei seinem jüngsten Aufenthalt besuchte er die Ortschaft Dertingen, aus der seine Familie stammt. Er sprach in der Comenius Realschule mit Schülern und beteiligte sich am Stolpersteine-Erinnerungsdienst.

Durch diese Begegnungen sei viel neues Material hinzugekommen, das in die Dokumentation eingearbeitet wird. Der Film soll nach seiner Fertigstellung zunächst in einer Premierenaufführung im Grafschaftsmuseum gezeigt werden und dann dauerhaft in der jüdischen Abteilung des Museums zu sehen sein.

Wer die Fertigstellung des Films unterstützen will, kann dies mit einer Spende auf ein Konto der Stadt Wertheim unter dem Stichwort „Filmprojekt Schwarzschild USA“ tun. Die Stadt sorgt für die zweckgebundene Verwendung und stellt Spendenbescheinigungen aus. stv

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