Wertheim

Amtsgericht Amphetamin gefunden

Verfahren endgültig eingestellt

Archivartikel

Wertheim.Ein junger Mann aus Wertheim hatte im Oktober 2017 0,4 Gramm Amphetamin in seiner Tasche bei sich. Einige Zeit danach erging gegen ihn wegen eines früheren Drogendelikts ein Urteil des Amtsgerichts Würzburg. Die Wertheimer Tat blieb dabei unberücksichtigt. Vielleicht war sie dem Würzbuger Gericht nicht bekannt oder die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.

Die Wertheimer Tat verhandelte das hiesige Amtsgericht im Januar 2019. Aus dem Würzbuger und dem Wertheimer Urteil hätte eine Gesamturteil gebildet werden müssen. Die Wertheimer Tat hätte das Würzburger Urteil aber nur unwesentlich verändert, und so stellte das Gericht mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft das Wertheimer Verfahrenvorläufig ein.

Allerdings mit den Auflagen, 300 Euro Buße an das Jugenddorf Klinge bei Seckach zu zahlen, und am Programm Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten, (FreD) teilzunehmen.

Auflagen erfüllt

Der Beschuldigte erfüllte Teil zwei nicht oder nur teilweise, und so nahm das Amtsgericht Wertheim das Verfahren wieder auf. Das war wohl Anlass, die Auflage ernst zu nehmen, und jetzt, bei der erneuten Verhandlung war sie erfüllt.

Der Staatsanwalt redete dem 20-Jährigen ins Gewissen, und mit seiner Zustimmung stellte die Jugendrichterin das Verfahren endgültig ein.

Es ging um folgenden Sachverhalt: Bei einem Kontrollgang am ersten Messesonntag, 1 Uhr, über das Wertheimer Messegelände war der Polizei ein Mann unter der Rathausbrücke aufgefallen, der sich kaum bewegte. Aus der Nähe war zu erkennen, dass er stark durchnässt ist, als sei er in die Tauber gefallen.

Der Mann redete wirres Zeug, räumte Drogenkonsum ein, leerte freiwillig seine Taschen, und es kam ein Tütchen zum Vorschein. Wegen seines Zustandes riefen die Beamten den Krankenwagen, der ihn in die Klinik brachte. Der Inhalt des Tütchens stellte sich als das Amphetamin mit zehn Prozent Wirkstoffgehalt heraus. goe

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