Wertheim

Jahreshauptversammlung des TSC Gelb-Blau Wertheim Langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet

Verbandswechsel nach Bayern erwogen

Hofgarten.Ein großes Thema auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des TSC Gelb-Blau Wertheim war das 100-jährige Vereinsjubiläum, welches in diesem Jahr ansteht. Die Planungen für die große Jubelfeier des Vereins laufen bereits auf Hochtouren und sollen am Samstag, 20. Juni, in einem großen Fest münden, wie Vorstand Dr. Frank Merklein berichtete. Während des offiziellen Festakts sollen zunächst hochkarätige Tennisshowspiele stattfinden und ein Tempelfest in bewährter Tradition folgen.

Uwe Schlör-Kempf präsentierte vorab das von Thorsten Uecker entworfene offizielle Veranstaltungsplakat, das die Vorbereitungen und die Veranstaltung begleiten wird, das eine Szene aus den Anfängen des Tennis-Sports in Hofgarten zeigt. Wertvolle Informationen zur Vereinsgeschichte konnte unter anderem Kurt Ruprecht beitragen, der mit seinen 70 Jahren Mitgliedschaft auf der Hauptversammlung besondere Erwähnung fand und im kleineren Kreis manche Anekdote zum Besten gab.

Der Verein selbst präsentiert sich mit seinen beiden Sparten Tennis und Ski äußerst stabil. Die Mitgliederzahl und die Situation der Sportstätten im Hofgarten lassen die Vereinsführung positiv in die Zukunft blicken, auch wenn die Frage nach einer Weiterentwicklung gerade der Hallenplätze für den Winterspielbetrieb im Raum steht. Dennoch gibt man sich als wichtiges Standbein des Vereinssports in Stadt und Region gerade im Jubeljahr selbstbewusst.

Erfolgreiche Jugendarbeit

Das Jugendteam des Vereins, bestehend aus Susanne Eberhard, Martha Brüstle-Brunner und Uwe Schlör-Kempf, blickte anschließend auf ein gutes Jahr 2019 zurück. Mit sieben Jugendmannschaften war der Verein sehr gut in den badischen Medenspielen vertreten und konnte mit der Mannschaft U18 weiblich sogar die Meisterschaft in der 1. Bezirksklasse feiern.

Ein großes Dankeschön gebühre dabei den Eltern, die mit Fahr- und Thekendiensten den reibungslosen Ablauf dieser Wettbewerbe, vor allem angesichts der großen Distanzen, ermöglichten. Bei den Tennis-Jugendkreismeisterschaften in Lauda-Königshofen und dem heimischen Lenz-Junior-Cup war der Verein ebenfalls sehr präsent und durchaus erfolgreich. Dementsprechend wurden die Mitglieder der Mannschaft wie auch die Platzierten der Kreismeisterschaften von der Vereinsführung besonders geehrt. Die Stärke der Jugendarbeit liegt nicht zuletzt in der Trainingssituation. Mit Hristo Jankov und Alexander Georgiev verfügt der Verein auch in diesem Jahr wieder über zwei exzellente Trainer, die dem TSC eine zukunftsorientierte Perspektive ermöglichen und die gesunde Altersstruktur des Vereins fördern.

Bei den Senioren gingen insgesamt sechs Mannschaften in die Saison. Trotz zum Teil knapper Begegnungen konnte keine Mannschaft eine Meisterschaft oder einen Aufstieg verbuchen.

Dennoch ist die Lage stabil, so dass auch für 2020 wieder sechs Mannschaften gemeldet werden konnten. Für die intakten Platzverhältnisse dankte die Vereinsführung explizit Platzwart Vladimir Alexseev.

Einen Überblick über die Aktivitäten der Skiabteilung bot anschließend Peter Bohnet, der zusammen mit seiner Frau Jutta diese Sparte des Vereins leitet. Neben Ausfahrten, wie dem alljährlichen Wochenende in Hintertux, wurde und wird wieder wöchentlich in der Skigymnastik geschwitzt.

Mit fast 100 Mitgliedern zeigt sich der TSC auch hier gut aufgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt ebenfalls auf der Jugendarbeit, die durch Kooperationen mit der Sportjugend Main-Tauber weiter Ausfahrten und Skifreizeiten ermöglicht.

Auf den ausführlichen Kassenbericht des Kassierers Thomas Grein empfahlen die Kassenprüfer Rudi Pfister und Joseph Helmrich die Entlastung des Vorstands, der die anwesenden Mitglieder einstimmig nachkamen.

Mit Ulrike Kempf und Dr. Markus Diehm wurden zwei langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet. Der anerkennende Applaus unterstrich die Dankbarkeit des Vereins für die vielfältig geleistete Arbeit der beiden Mitglieder. Die Vertretung des TSC im Stadtteilbeirat übergab Ulrike Kempf in diesem Rahmen offiziell an Dr. Frank Merklein.

Abschließend standen noch zwei wichtige Tagesordnungspunkte zur Debatte. Während die Satzungsänderung zur Neuregelung der Beitragseinzugs- und Kündigungsfristen dem normalen Prozedere anderer Vereine ohne Diskussion angepasst wurden, kam es beim zweiten Antrag zu einem größeren Gedankenaustausch.

Prüfung in Auftrag gegeben

Gerade aufgrund der bereits zuvor thematisierten, teilweise sehr weiten Anfahrten der Mannschaften, die pro Saison regelmäßig und mehrfach in den Heidelberger oder Mannheimer Raum fahren müssen, stellte die Vereinsführung einen Wechsel in den bayerischen Verband als Vorschlag in den Raum. Kurz wurden Vor- und Nachteile skizziert und anschließend rege diskutiert.

Am Ende beauftragte die Hauptversammlung den Vorstand mit großer Mehrheit einen möglichen Wechsel nach Bayern ernsthaft zu prüfen.

Den offiziellen Abschluss bildete traditionell wieder das Weißwurstfrühstück, mit dem der gemütliche Teil der Jahreshauptversammlung eingeleitet wurde. tsc

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