Wertheim

Kabarett-Preis „Wertheimer Affe“ wird am Samstag, 12. Oktober, im Convenartis-Kulturkeller vergeben

Und dann gibt der Klavierhocker ein Solo

Der „Wertheimer Affe“ ist ein Kabarett-Preis, der vor einigen Jahren ausgelobt wurde und jetzt zum sechsten Mal vergeben wird. Dabei „buhlen“ junge Kabarettisten um die Gunst des Publikums.

Wertheim. Der Taubertal-Kabarettpreis „Wertheimer Affe“ findet am Samstag, 12.Oktober, um 20. Uhr im Gewölbe von Convenartis statt. Es ist der Höhepunkt des Jahres mit drei Newcomern, die ihr Bestes geben wollen und ihre Unterstützung brauchen.

Jonas Greiner ist die Nachwuchshoffnung der ostdeutschen Kabarett- und Comedyszene. Der 21-jährige beschäftigt sich in seinem Solo-Debüt mit den alltäglichen Fragen des Lebens: „Wie wird man eigentlich so groß?“ oder „Wer sind Sie und was machen Sie in meiner Wohnung?“ „Was bringt dir dieses Abitur eigentlich?“

Bis nach Berlin

Greiner nimmt seine Zuhörer mit auf die Reise von seinem Heimatdorf bis in die Hauptstadt Berlin, vom Hier und Jetzt und den Problemen seiner Generation bis hin zur ganz großen Weltgeschichte.

Anne Folger bietet Klavierkabarett als klassische Hochkultur und scharfzüngige Kleinkunst. In ihrer Musik und ihren Moderationen erzählt sie von der Verwandtschaft zwischen den Beatles und Bach, Debussy, der in Fernost mit Apple fusioniert, vom missachteten Klavierhocker, der ein Solo gibt.

Es geht in ihrem Programm um Youtube-Bloggerin Doremi die in ihren Tutorials erklärt, wie sie sich die Lider mit Beethoven schminkt, von Verdis posthumen Protest gegen Aida, das Kreuzfahrtimperium – alles fein beobachtet und in Komik verpackt. Und: Anne Folger kann Klavier spielen.

Der Jüngste

Bernhard Paschke ist unangefochten der jüngste Kabarettist Deutschlands und seit 2018 Ensemblemitglied der Leipziger Pfeffermühle. Es wird also der Tag des jüngsten Gesichts. Sein ersten Soloauftritte sind ein sensationelles Debüt.

Mehr als einmal zeigen sich professionelle Kabarett-Beobachter überrascht bis irritiert, mit welcher Selbstverständlichkeit und Spielfreude sich der 16-Jährige – ohne den kleinsten Texthänger oder Anzeichen von Nervosität – durch ein inhaltlich und satirisch brillantes Programm arbeitet.

Ludger Wilhelm, bekannt von der früheren „ Buschtrommel“ führt leicht und locker durch den Abend.

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