Wertheim

Ortschaftsrat Neugestaltung des Kindergarten-Außengeländes vorgestellt / Stadt trägt die Hälfte der 60 000 Euro Kosten

Umsetzung von großzügigen Sponsoren abhängig

Archivartikel

Sachsenhausen.Im Rahmen der Ortschaftsratsitzung am Donnerstag im Rathaus informierten Sabine Röhrig, vom evangelischen Verwaltungs- und Serviceamt sowie Heike Schuhmacher, Leiterin des evangelischen Kindergartens Sachsenhausen, über die geplante Neugestaltung des Außengeländes des Kindergartens. Röhrig berichtete, dass der Sachsenhäuser Kindergarten derzeit aus zwei Gruppen bestehe und der Außenbereich einer Neugestaltung bedürfe.

Die Stadt Wertheim habe für diese Maßnahme im Haushalt 2020 eine Investitionssumme von 30 000 Euro eingestellt. „Das Team des Kindergartens hat mit der Firma Bagage aus Freiburg ein neues Konzept für den Außenbereich entwickelt.“ Schwerpunkt sei eine bedarfsgerechte Gestaltung unter Einbeziehung der vorhandenen Gegebenheiten. Die geplanten Maßnahmen würde circa 60 000 Euro kosten. Zur Finanzierung des fehlenden Betrags sollen verschieden Geldgeber, wie beispielsweise Stiftungen, gewonnen und Spendenaktionen ins Leben gerufen werden. „Derzeit ist die Lage bei der evangelischen Kirchengemeinde in Sachsenhausen schwierig, da die Pfarrstelle vakant ist und eine Neuwahl der Kirchengemeinderat ansteht“, sagte Röhrig abschließend.

Heike Schuhmacher stellte die Details der Neugestaltung vor. Der Außenbereich soll in verschiedene Zonen aufgeteilt und entsprechend gestaltet werden. Geplant seien: ein Fahrzeugparcours, Fahrzeugparkplatz, Bauwagen mit Rückzugsmöglichkeiten, Werkbereich mit überdachter Werkbank, ein Wiesenhügel mit Wasserlauf im Sandkasten, ein zusätzlicher Sandkasten mit Spielhäuschen, ein Klettergerät mit Rutsche, eine Naturspielhecke sowie ein Gartenbereich an der Hauswand entlang.

Die bestehenden Wiesenhügel sollen zum Teil abgetragen werden eine Pumpe für den Wasserlauf eingerichtet und der Bereich des Fahrzeugparcours umgestaltet werden An hand von Zeichnungen erläuterte die Kindergartenleiterin die Vorstellungen. Der Barfußpfad soll verschwinden, hier soll das bestehende Klettergerüst mit Rutsche mit entsprechendem Fallschutz wieder aufgestellt werden.

Röhrig erklärte, dass die ersten Maßnahmen im Frühjahr 2020 stattfinden sollen, da dafür die entsprechenden Mittel vorhanden sind. Danach soll, je nach finanzieller Lage, ein Teilprojekt nach dem anderen verwirklicht werden.

Weitere Themen

Ortsvorsteher Udo Beck berichtete, dass die Stadtverwaltung den Ortschaftsrat aufgefordert habe, drei Straßen oder Bereiche nach Zustand, Sanierungsbedarf und Frequentierung zu priorisieren und zu melden. „Die meisten Straßen in Sachsenhausen weisen deutlichen Sanierungsbedarf auf“, sagte Beck. Im Rahmen einer nicht öffentlichen Sitzung habe der Ortschaftsrat eine Ortsbegehung durchgeführt. Höchste Priorität bekommt die Straße „Am Feldergraben“ mit Ober- und Untere Angelgasse. Mit Priorität Zwei stufte der Rat die Stichstraße von der Teilbachstraße zum Friedhof ein. Auf Rang drei setzte man die Seewiesenstraße mit Engelsgasse. Auf die Nachfrage aus der Bürgerschaft, warum man die Straße „Lange Bäun“ nicht gemeldet habe, erklärte Beck, dass diese Straße entsprechend der Priorität nach den gemeldeten Maßnahmen an der reihe wäre.

Der Rat hatte weiterhin mehrere öffentliche Bereiche für den Rückschnitt von Hecken und Sträuchern gemeldet. Es handelt sich unter anderem um den Graben auf Gewann Bennengrund/Kreuzgraben sowie die Weiterführung der Rückschnittsarbeiten in den Raingärten, und den Dorfwiesengärten. Beck gab bekannt: „Diverse Besitzer von Privatgrundstücken werden mit der Aufforderung angeschrieben, Hecken, Sträucher und Büsche, die in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen, zurückzuschneiden.“ Maßgebend sei ein Lichtraumprofil von 4,50 Meter auf Wegen und 2,20 Meter auf Gehwegen.

In der Bürgerfragestunde wurde darauf hingewiesen, dass die Brücke über den Bachlauf im Kleingartengebiet überarbeitet werden muss. Beck bemerkte, dass die Jugendfeuerwehr diese Arbeiten demnächst durchführen wird.

Betrügerische Anrufe

Einwohner berichteten, dass es zu betrügerischen Anrufen bei Sachsenhäuser Senioren kam. Bei den Anrufern seien anscheinend Ortskenntnisse vorhanden gewesen. Die Anrufer gaben sich als Polizisten aus und wollten sich Informationen über eventuelle Geldmittel oder Wertgegenstände in den Haushalten einholen. Ein Besucher der Sitzung wies darauf hin, dass die Polizei niemals solche Anrufe tätigen würde. Beck bat darum, sich Senioren, Eltern oder Großeltern diesbezüglich zu informieren und zu sensibilisieren. „Bei einem solchen Anruf informieren Sie umgehend die Polizei“.

Thema der Sitzung waren auch die Ruhestörungen durch Partys im Jugendraum. Beck will sich mit dem Ortschaftsrat und den Jugendlichen beraten. Am Gehweg Teilbachstraße im Bereich Bushaltestelle gibt es, so Bürger, erhebliche Ausschwemmungen, die im Winter zur Glatteisbildung führen können. Beck berichtete, eine Meldung der Situation an die Stadtverwaltung sei bereits mehrfach erfolgt.

Zum Thema