Wertheim

Ein Grund zum Jubeln Unternehmer, langjähriges Ratsmitglied und Ehrenbürger Gerdhard Schwend wird am Sonntag 85 Jahre alt

Überall tiefe Spuren hinterlassen

Archivartikel

Bestenheid.Seinen 85. Geburtstag feiert morgen Gerhard Schwend. Wie schon in der Vergangenheit, so würde er dies am liebsten tun, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Doch Schwends Geburtstag ist ja nicht irgendeiner. Es ist der des erfolgreichen Unternehmers, des langjährigen Stadt- und Kreisrates, des ehemaligen Vereinsvorsitzenden und der des Ehrenbürgers seiner Heimatstadt.

Ein bisschen Aufhebens ist also durchaus gerechtfertigt um Gerhard Schwend, der am 24. November 1934 in Wertheim geboren wurde, hier die Schule besuchte und dann eine Ausbildung zum Betriebsschlosser im, damals noch in der Kapellengasse beheimateten, väterlichen Betrieb absolvierte. Nur für wenige Jahre hat der Jubilar seine Geburtsstadt verlassen, unter anderem, um vier Semester lang am Stahltechnikum in Northeim bei Göttingen zu studieren, sich in Hannover zum Schweißfachmann weiterzubilden und vor der Handwerkskammer ebenfalls in Hannover die Meisterprüfung abzulegen.

Väterliche Firma übernommen

Zurück in Wertheim und im Familienbetrieb heiratete Schwend 1961und übernahm im Jahr darauf, nach dem Tod des Vaters, gemeinsam mit seinem Bruder Werner die Führung des Unternehmens. Aus dem kleinen Handwerksbetrieb in der Kapellengasse wurde eine leistungsfähige Stahl- und Metallbaufirma in Bestenheid. Seit einigen Jahren wird sie von Michael, dem Sohn des Jubilars und von Ralf Schwend, dem Neffen, erfolgreich weitergeführt.

Karriere machte Gerhard Schwend auch in der Kommunalpolitik. Schon 1965, er war gerade in die CDU eingetreten, wurde er erstmals in den Wertheimer Gemeinderat gewählt. Dem Gremium gehörte er dann bis 2004 ununterbrochen an. Seit 1989 bis zu seinem Ausscheiden war Schwend ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters, ein Amt das er nach Meinung vieler ausfüllte, als wäre es wie für ihn gemacht. Zehn Jahre lang hatte er auch Sitz und Stimme im Kreistag.

Tiefe Spuren hat der zweifache Vater bei der Rudergesellschaft Wertheim hinterlassen, der er 1951 beigetreten war. Von 1971 bis 1990 war er deren Vorsitzender und führte sie mit durch die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte. So nimmt es nicht Wunder, dass er zum Ehrenvorsitzenden der RGW ernannt wurde.

Der so vielfach Engagierte, den der damalige Oberbürgermeister Stefan Mikulicz einmal einen „unermüdlichen Motor des ehrenamtlichen und wirtschaftlichen Lebens in er Stadt“ nannte, ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, der Stadtmedaille in Gold und der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg. Als Höhepunkt wurde ihm die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt verliehen.

Auch wenn er Zeit seines Lebens Wertheim nahezu ununterbrochen treu geblieben ist – seinen Geburtstag feiert der Jubilar gemeinsam mit seiner Frau Rosemarie außerhalb der Stadt. Viele Glückwünsche werden ihn gleichwohl erreichen. Auch die, der Fränkischen Nachrichten. ek

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