Wertheim

Tag der Druckkunst Papiermühle öffnet ihre Pforten

Über die Schulter geschaut

Archivartikel

Homburg.Genau vor einem Jahr wurden die traditionellen Drucktechniken von der Deutschen UNESCO-Kommission in ihr Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Im gesamten Bundesgebiet öffnen deshalb am Sonntag, 15. März, viele Künstler ihre Druckateliers und Druckwerkstätten. Mehr als 300 Veranstalter in Deutschland, aber auch in Österreich, Frankreich und Italien, folgen in diesem Jahr dem Aufruf.

Der Mann des Jahrtausends

Wer vermutet eigentlich schon, dass Johannes Gutenberg, der Erfinder der beweglichen Letter und des Buchdrucks, 1999 von einer Gruppe von Wissenschaftlern zum Mann des Jahrtausends gekürt wurde? Wer neugierig geworden ist und alte Drucktechniken kennen lernen möchte, ist nach Homburg am Main eingeladen. Handwerkliches Können und künstlerisches Arbeiten stehen an diesem Tag im Fokus.

Die Papiermühle hat von 14 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. In der dortigen Druckwerkstatt entstehen aus Bleilettern die Druckformen für Karten, die an diesem Tag am historischen Bostentiegel druckfrisch hergestellt werden.

Dabei besteht auch Gelegenheit, dem gelernten Schriftsetzer Lothar Weis über die Schulter zu schauen. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich auch als Künstler mit der Holzschnittkunst und möchte interessierte Besucher mit seinen Drucken in das Geheimnis und die Faszination dieser jahrhundertealten Technik einführen.

Ebenfalls ist die Ateliertür von Künstlerin Linda Schwarz im historischen Schloss Homburg geöffnet, sie zeigt neue experimentelle Drucktechniken. Wer Linda Schwarz bei der Arbeit zuschauen möchte, kann unter der E-mail schwarz@paperpress.de mit ihr Kontakt aufnehmen.

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