Wertheim

Bei Fest gesegnet TSF-W eröffnet den Einsatzkräften zahlreiche neue Möglichkeiten / Anforderungen haben sich gewandelt

Traum vom neuen Fahrzeug erfüllt sich

Archivartikel

Mondfeld.Die Redner beim Fest zur Fahrzeugweihe des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wassertank (TSF-W) der Feuerwehr Abteilung Mondfeld waren sich einig: Das Fahrzeug ist ein großer Fortschritt. Großes Lob gab es auch für den Einsatz der Wehrleute. Das Fest am Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt an der Maintalhalle, den der katholische Gemeindereferent Herbert Buhleier leitete. Für die musikalische Begleitung sorgten Werner und Moni Grein. Buhleier betonte: „Die Feuerwehr übernimmt auf besondere Weise Verantwortung.“ Aktuell habe die Abteilung 55 Mitglieder, davon 33 im aktiven Dienst. „Die Wehrleute leisten einen großen Dienst an den Mitmenschen und der Gesellschaft und dienen damit auch Gott.“

Die stellvertretende Oberbürgermeisterin Brigitte Kohout überbrachte nach dem Gottesdienst die Glückwünsche von Oberbürgermeister und Gemeinderat zum neuen Fahrzeug. Seine Weihe werde sicherlich in die Chronik der Wehr eingehen, wie auch jene des Vorgängers vor über 30 Jahren. Bereits 2012 sei im Feuerentwicklungsplan ein Fahrzeug mit Wassertank für Mondfeld vorgesehen gewesen. Bis zur Anschaffung habe es dann aber noch gedauert. Es sei schön, dass sich der Traum vom neuen Fahrzeug nun erfüllt habe. Die Mondfelder Wehr sei noch schlagkräftiger. Sie ging weiter auf das Engagement der Feuerwehrabteilung im Ortsgeschehen ein. „Wer sich so engagiert und sein Leben für andere einsetzt, benötigt Anerkennung und eine entsprechende Ausrüstung.“ Sie hoffte auf möglichst wenige Einsätze und immer eine gesunde Rückkehr. „Danke für euren Einsatz und danke an eure Familien für die Unterstützung.“

Abteilungskommandant Oliver Dembetzki erklärte, die Feuerwehr habe heute eine Fülle an Aufgaben. Die Brandbekämpfung rücke hinter anderen Einsatzarten wie technischer Hilfeleistung mehr in den Hintergrund. „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“, für diese umfassenden Aufgaben sei eine entsprechende Ausstattung nötig. 1988 sei das alte Fahrzeug eingeweiht worden. „Das neue TSF-W wird den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht.“ Er dankte allen Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft Tag und Nacht. „Ohne euch kann die Feuerwehr nicht bestehen, lasst in diesem Engagement nicht nach.“ Er dankte allen, die zur Beschaffung des Fahrzeugs beigetragen hatten.

Stadtbrandmeister Ludwig Lermann sprach von einem Quantensprung in der technischen Ausstattung der Abteilung Mondfeld. Die Anforderungen an die Wehren seien in den letzten 30 Jahren stark angestiegen. Er dankte Stadt und Land für die finanziellen Mittel. Das Fahrzeug habe den Wert eines kleinen Einfamilienhauses. 2017 habe man Fördermittel für die Beschaffung von Fahrzeugen beantragt. Erst habe man nur eine Zusage für Kembach bekommen. Durch den Einsatz von Stadtbrandmeister sowie Bürgermeister Wolfgang Stein sei es jedoch gelungen, am 18. Dezember 2017 doch noch eine Förderzusage für Mondfeld zu erhalten. Am 14. Februar 2018 wurde der Auftrag zum Bau erteilt und im März 2019 wurde das neue Fahrzeug geliefert.

Es habe schon den ersten Einsatz hinter sich, dies beweise seien Notwendigkeit. Ohne die Abteilungen in den Ortschaften könnte die gesetzliche Hilfsfrist von zehn Minuten von Alarm bis Eintreffen am Einsatzort nicht eingehalten werden. „Wichtig ist deshalb eine entsprechende Ausstattung der Ortschaften.“ Er erhoffte sich durch das neue Fahrzeug auch eine Attraktivitätssteigerung für die Mitgliedergewinnung. Buhleier segnete nach den Ansprachen Fahrzeugen und Mannschaft.

Am Nachmittag fand eine Schauübung mit dem alten und neuen Fahrzeug statt, um die Vorteile der Neuanschaffung zu zeigen. Der Löschangriff mit einem Trupp wurden zuerst mit dem alten Fahrzeug durchgeführt. Durch den notwendigen Aufbau der Wasserversorgung vom Unterflurhydranten und das Starten der Pumpe von Hand benötigte die Wehr hier deutlich länger als beim zweiten Durchgang mit dem neuen Fahrzeug. Wassertank, Schnellangriffsleitung mit Verteiler, Schlauchtragekorb und Elektrostarter an der Pumpe sorgten mit dafür, dass der erste Trupp bereits eine Minute nach Eintreffen Wasser am Strahlrohr hatte. bdg

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