Wertheim

Leserbrief Zu „Stadtwerke erhöhen die Energiepreise“ (FN, 14.11.)

Transparenz bei den Preisen

Die Kunden der Stadtwerke erhielten am 14. November 2018 die Ankündigung der neuen Preise für das Jahr 2019 (Verbrauchspreise und Grundgebühren für Strom in Tabellenform). Was ist mit dem Gas? Das fragte man sich als erstes. Dass Wasser nicht unbedingt zu den Energieträgern gehört, irritierte nicht besonders, aber die Kosten würden steigen.

Am gleichen Tag wurde auch in den Fränkischen Nachrichten ein Versuch der Transparenz gegeben: Die Kosten für Gas und Fernwärme würden nicht steigen! Aber: Transparenz bei den Preisen darf nicht mit Vermutungen über Ursachen verwechselt werden!

Strombörse, Netzbetreiber und gar der Syrien-Krieg forderten zehn Prozent mehr und man habe nur zu 20 Prozent selbstbestimmenden Einfluss…Transparenz gibt vielmehr die Feststellung, dass die Verbrauchspreise für Strom um 4 Prozent und auch die Grundgebühren (gestaffelt nach Mini 13,3 Prozent; Basis 12,3 Prozent; Midi 10,4 Prozent; Maxi 10,4 Prozent; Profi 10,4 Prozent) ansteigen.

Also: Meine Stromrechnung von etwa 700 Euro, darin sind etwa 100 Euro Grundgebühr enthalten, steigt nach meinem Taschenrechner so:

6/7 mal 1,04 + 1/7 mal 1,12 (man tippe einfacher 6:7 mal 1,04 + 1:7 mal 1,12 ). Das Ergebnis ist 1,051(4).

Das ist transparent 5,1(4) Prozent mehr ! Der Preis für Strom erhöht sich in meinem Haushalt (Basistarif) also um etwa 5,1 Prozent.

Mit dem Wunsch, dass Sie den Pfennig nicht dreimal umdrehen müssen, danke ich den Stadtwerken für ihre Bemühungen um Transparenz.