Wertheim

Western-Frühshoppen Linedance folgte unmittelbar auf ökumenischen Gottesdienst und irritierte manchen Messebesucher

Tradition auch diesmal fortgesetzt

Archivartikel

Wertheim.„Großer Gott wir loben dich“ statt dem „Honky Tonk Blues“?

Mancher Country-Enthusiast stutzte erst mal verdutzt, als er am späten Sonntagvormittag die Main-Tauber-Halle betrat, um sich dann nach einer Sekunde der Verblüffung entweder herumzudrehen und etwas ratlos den Saal wieder zu verlassen – oder sich hinzusetzen und den Stetson abzunehmen.

Wie man das eben so macht, wenn gebetet wird.

Lange Tradition

Sowohl der Gottesdienst als auch der Western-Frühschoppen haben Tradition auf der Wertheimer Michaelis-Messe. Nur sind beide normalerweise hübsch um eine Woche voneinander getrennt. Nicht so diesmal. Da trafen Gläubige und Linedancer aufeinander, denn die „Messe auf der Messe“ war, wie zu hören war wegen Priestermangel am nächsten Sonntag, vorgezogen worden.

Nachdem das letzte Gebet gesprochen und der Segen erteilt worden war, stimmten die Musiker von „Country Blend“ ihre Instrumente, vor ihnen auf der Bühne wurde die Absperrung abgebaut, damit man sie auch sehen konnte.

Während die meisten Gottesdienstbesucher die Main-Tauber-Halle zur einen Tür verließen, strömten zur anderen Türe die Country- und Western-Fans hinein, die zuvor geduldig draußen gewartet hatten.

Die Linedancer reihten sich vor der Bühne auf und dann dauerte es auch nicht mehr lange, und der typische Gitarrensound erklang und die Westernfans sauber in Reih und Glied zur Musik ordentlich aufstampften. ek

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