Wertheim

Bauausschuss Für die langfristige Erweiterung des Gewerbegebiets „Almosenberg“ sollen 20 Hektar zur Verfügung stehen

Stadt schafft Platz für weiteres Wachstum

Das Gewerbegebiet am Almosenberg boomt. Jetzt will die Stadt für die längerfristige Planung Platz für weiteres Wachstum schaffen. Um rund 20 Hektar könnte das Gebiet erweitert werden.

Wertheim. Der Regionalverband Heilbronn-Franken ist in Baden-Württemberg zuständig für die langfristige Planung der Flächen für Industrie und Gewerbe. Wie es auf der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag hieß, sei das Gemeindegebiet der Großen Kreisstadt „als verstärkt zu entwickelnder Siedlungsbereich sowie Schwerpunkt für Industrie, Gewerbe und Dienstleistungseinrichtung“ eingeordnet.

Der Schwerpunkt der Vergrößerung von entsprechenden Flächen liegt demnach im Bereich Bettingen/Dertingen am bestehenden Gewerbegebiet „Almosenberg“, das sich wegen der verkehrsgünstigen Lage in den vergangenen Jahren zum Magnet für Betriebe entwickelt hat.

Die Stadt war jetzt aufgefordert, Erweiterungsflächen an den Regionalverband zu melden. Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll die Möglichkeit geschaffen werden, das boomende Gerwerbegebiet in unmittelbarer Nähe der Autobahn um knapp 20 Hektar zu erweitern – und zwar östlich der „Erwin Hymer World“ und des McDonald, oberhalb der L 2310 nach Dertingen (siehe Bild).

Christian Ulzhöfer (Bürgerliste) monierte in der Aussprache über die Langfristplanung, dass sich der Flächenverbrauch immer mehr beschleunige. Richard Diehm (Grüne) schlug in die gleiche Kerbe. Seine Fraktion habe bereits vor einiger Zeit angekündigt, diesen Weg nicht mitzugehen. Man müsse akzeptieren, dass der „ewige Expansionskurs nicht sinnvoll“ sei. Axel Wältz (CDU) sagte dagegen: „Gesundes Wachstum muss sein, alleine um den Status Quo zu erhalten.“

Wachstumsgrenze erreicht?

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez räumte ein, dass es „Grenzen des Wachstums“ gebe. Diese seien aber noch nicht erreicht: „Wir haben noch Luft nach oben.“ Und Stadtbaumeister Armin Dattler wies daraufhin, dass „kein Zwang“ bestehe, die Fläche tatsächlich zu erschließen.

Man könne sich im weiteren Prozess durchaus dagegen entscheiden. In Bestenheid sei „kein Befreiungsschlag möglich“, entgegnete er Marliese Teicke, die den Stadtteil ins Spiel brachte.

Bei drei Gegenstimmen (Richard Diehm, Marliese Teicke, Christian Ulzhöfer) stimmte der Ausschuss schließlich dafür, dem Gemeinderat zu empfehlen, die Erweiterung des Gewerbegebiets für den Regionalplan anzumelden.

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