Wertheim

Geldsegen Mit Mitteln von Bund und Freistaat Bayern bringt Kreuzwertheim bald die „Quätschich-Arena“ auf Vordermann

Sportanlage kann endlich saniert werden

In letzter Minute hat Bürgermeister Thoma den Förderantrag eingereicht. Jetzt die gute Nachricht: Über 600 000 Euro stehen für die Sanierung der Kreuzwertheimer Sportanlage zur Verfügung

Kreuzwertheim/Wertheim.676 000 Euro! Über diese stolze Summe dürfen sich die Gemeinde und der TSV Kreuzwertheim freuen. Das Geld kommt aus dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“. Es soll zum größten Teil zur Erneuerung der Tartanbahn des Sportgeländes dienen, das von den Einheimischen liebevoll „Quätschich-Arena“ genannt wird.

Bürgermeister Klaus Thoma, die Vorstände Jan Klüpfel, Sabine Bernhardt und Petra Rösch zeigten sich beim Vorort-Termin begeistert. Immerhin ist Kreuzwertheim eine von nur sechs Gemeinden in Unterfranken und die einzige im Main-Spessart-Kreis, die den Zuschlag für das Förderprogramm des Bayerischen Bauministeriums, das auch aus Mitteln des Bundes gespeist wird, erhalten haben. Mit dem Investitionspaket sollen die Gesundheit der Bevölkerung und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden.

Gesamtpaket

Neben der Laufbahn sind unter anderem die Weitsprunganlage, die Zuschauertribüne, die Ballfanganlage und die Flutlichtanlage im Gesamtpaket enthalten. „Wir haben lange überlegt, ob wir ein Gesamtpaket machen. Im Nachgang haben wir die richtige Entscheidung getroffen. Wenn wir es machen, dann packen wir es richtig an“, so der Bürgermeister. Der Meinung waren auch diejenigen, die die Gelder bewilligt haben. Lediglich 5300 Euro wurden aus der im Antrag veranschlagten Summe herausgestrichen. Entstanden ist die heutige Anlage in den 70er Jahren und ist daher dringend sanierungsbedürftig, um zukunftsfähig zu sein.

„Wir sehen das als vorgezogenes Geschenk zu unserem 100-jährigen Bestehen 2022. Dafür feiern wir dieses Fest gerne auf der Baustelle“, freute sich Klüpfel. Denn zu einer Situation wie im Januar 2018, als die 400-Meter-Bahn wegen Schäden für sechs Monate gesperrt werden musste und dann durch Eigenleistung des Vereins notdürftig geflickt wurde, will man nicht wieder kommen.

Alleinstellungsmerkmal

Immerhin nutzen neben sportbegeisterten Kreuzwertheimer Bürgern etwa 80 Jugendliche der Leichtathletik-Abteilung die Bahn. Auch zur Abnahme des Sportabzeichens, den Benefizlauf des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und die Bundesjugendspiele der Grundschule wird sie jedes Jahr genutzt.

Die Bahn habe durchaus ein Alleinstellungsmerkmal in der Gegend, betonte Thoma. Deshalb kämen zahlreiche Anfragen, ob man sie nutzen dürfe.

Natürlich stelle die Unterhaltung einer solchen Anlage für eine kleine Gemeinde eine enorme finanzielle Herausforderung dar. Bisher waren alle Versuche, an Fördergelder zu gelangen, gescheitert.

Nichtsdestotrotz wagten es die Gemeinde, der TSV sowie die zuständige Architektin Margot Burkhardt und stellten in einem Kraftakt innerhalb von 14 Tagen die Kosten zusammen, inklusive der Einholung von Angeboten bei Firmen.

Thoma ist überzeugt, dass diese exakte Kostenaufstellung mit den Ausschlag gegeben habe. „Es bringt nichts, Hausnummern anzugeben, die dann nicht stimmen.“ Am letzten Tag der Bewerbungsfrist, dem 2. Oktober, gab er die Antragsunterlagen dann persönlich bei der Regierung von Unterfranken ab. Schon im Vorfeld habe er immer wieder Rücksprache mit der Regierung gehalten, welches Vorgehen am erfolgsversprechenden sei, so Thoma.

Es geht bald los

Das Projekt muss, damit die Fördergelder fließen, bis 2025 fertig sein. So lange wollen die Verantwortlichen aber nicht warten. „Wir legen einfach sobald wie möglich los und fertig“, gab Thoma den Zeitablauf vor.

Generell freuten sich alle, gerade in dieser schwierigen Zeit dem Corona-Blues zumindest für eine Weile eine andere Tonlage von Hoffnung und Zuversicht entgegensetzen zu können.

Der Erfolg bei der Akquise von Geldern sei gleichermaßen für den TSV Kreuzwertheim, die einzelnen Vereinsmitglieder und den gesamten Breitensport ein Gewinn.

Zum Thema