Wertheim

Kommunalwahlen Sozialdemokraten nominieren Kandidaten / Motto: „Wir in Wertheim – sozial, nachhaltig, bürgernah“ / Künftiger Rathauschef Herrera Torrez tritt bei Kreistagswahl an

SPD richtet Wahlkampf auf den Stil des neuen OB aus

wertheim.Der Wertheimer SPD-Ortsverein hat bei einer öffentlichen Veranstaltung die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahlen nominiert. Anwesend war auch der künftige Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez.

Er sei bereits jetzt häufiger in Wertheim, berichtete Herrera Torrez. Der Wahlkampf sei etwas Besonderes gewesen. Er denke gerne an die Offenheit, das große Interesse und die Unterstützung von vielen Menschen zurück. Das Ergebnis sei mit 63,6 Prozent ein riesiger Vertrauensvorschuss.

Herausragendes ereignet

Oberbürgermeisterwahlen seien in der Geschichte einer Stadt immer bedeutende Ereignisse, so Wertheimes SPD-Chef Thomas Kraft. Im Vergleich mit anderen Oberbürgermeisterwahlen habe sich in Wertheim etwas Herausragendes ereignet.

In besonderer Weise sei es Herrera Torrez gelungen, die Jugend anzusprechen. Dies habe sich auch bei Zusammenstellung der Kommunalwahlkandidaten gezeigt. Es seien etliche Jugendliche hoch motiviert eingestiegen und auf den Wahllisten platziert worden, so Thomas Kraft.

Als Spitzenkandidat der SPD für den Gemeinderat geht – wie auch schon bei den vergangenen beiden Kommunalwahlen – Stadtrat und Fraktionsvorsitzender Patrick Schönig ins Rennen.

Im Rahmen seiner Vorstellung ging der 38-jährige auf die Arbeit der SPD-Fraktion in den vergangenen Jahren ein. Vor fünf Jahren sei man mit 100 Punkten für Wertheim in die Legislaturperiode gestartet. Vieles davon habe man angestoßen oder gar umgesetzt.

Soziales Profil schaffen

Man habe vor allem versucht, sich ein soziales Profil zu schaffen. Alle gesellschaftlichen Gruppen sollten im Fokus bleiben. Niemand dürfe dabei vergessen werden. Dies spiegelte sich in verschiedenen Politikfeldern wider.

Das stetige Arbeiten an der Entwicklung eines Schulkonzeptes oder der kontinuierliche Ausbau der Betreuungsangebote sei hier beispielhaft. Ganz aktuell sei der Neubau einer Kita in Kembach/Dietenhan zu nennen.

Die Verkehrssituation an verschiedenen Stellen Wertheims habe die Fraktion ebenso über die gesamte Legislaturperiode beschäftigt. In Mondfeld, Eichel oder Vockenrot spielten hierbei sowohl die Verkehrsdichte als auch die daraus resultierende Lärmbelastung eine wesentliche Rolle.

Immer wieder hätten in den vergangenen Jahren verschiedene Industrie-Ansiedlungen auf der Tagesordnung gestanden. Hierbei habe die SPD-Fraktion versucht, mit Augenmaß zu agieren.

„Wir haben versucht, alle Wertheimer im Blick zu haben. Ortschaften, Stadtteile und die Kernstadt gleichermaßen. Dies gilt für die kommenden fünf Jahre genauso“, so Schönig.

In der anschließenden Wahl wurde Patrick Schönig bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung zum Spitzenkandidaten der SPD Wertheim für die Kommunalwahl gekürt.

Im Ausblick auf die kommende Legislatur verwies Schönig zunächst auf die Oberbürgermeisterwahl. Die programmatische Ausrichtung des neuen Oberbürgermeisters, welche sich auf eine neue Art der Bürgerbeteiligung und auf einen grundsätzlich anderen Stil der Kommunalpolitik ausrichte, sei beispielhaft für die Kommunalwahlkampagne der SPD.

Konkrete Aspekte

Schönig erläuterte exemplarisch einige konkrete Aspekte des SPD-Wahlprogramms. Konkret strebten die SPD-Kandidaten die Gebührenfreiheit aller Kindergärten in Wertheim an. Bildung beginne bereits in der Kita. Ein weiterer Aspekt stelle die qualitative Verbesserung der Ganztagesbetreuung dar. Um Familie und Beruf verlässlich vereinbaren zu können, müsse man in Wertheim die Standards erhöhen, so Schönig. Das Motto der der SPD-Kampagne laute: „Wir in Wertheim – sozial, nachhaltig, bürgernah.“

Bei der Nominierung der Kandidaten für den Kreistag schlug Thomas Kraft als Spitzenkandidaten Markus Herrera Torrez vor. Zahlreiche Bürgermeister und Oberbürgermeister seien Kreisräte. Es sei von Vorteil, wenn die Interessen der Stadt dort direkt vom Oberbürgermeister vertreten werden könnten. Herrera Torrez bekannte sich zu seinen Wurzeln in der SPD. Deshalb sei es naheliegend, auf dieser Liste zu kandidieren. Gleichzeitig bat er um Verständnis, dass er im Amt parteiunabhängig arbeiten werde. spd

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