Wertheim

Unschuldig angeklagt

„Soll“ und „Haben“ verwechselt

Wertheim.Falsche Versicherung an Eides statt lautete der Vorwurf gegen eine Frau. Sie habe 2017 bei einer Vermögensauskunft gegenüber einem Gerichtsvollzieher Guthaben auf einem Bausparkonto verschwiegen. Die 45-jährige Angeklagte und ihr Mann hatten Schulden. Der Gerichtsvollzieher sollte auf Antrag eines Gläubigers Auskünfte einholen.

Dabei entstand das Missverständnis, dass das Konto ein Guthaben aufweisen würde. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, und die Angeklagte aus Wertheim erhielt einen Strafbefehl. Sie legte Einspruch ein.

Die entscheidende Aussage zugunsten der Angeklagten machte der Gerichtsvollzieher. Er erinnerte sich, dass der Sohn der Beschuldigten die notwendigen Erklärungen übersetzt hatte. Die Frage nach einem Bausparvertrag habe die Angeklagte mit Ja beantwortet, es befinde sich aber kein Guthaben darauf.

Auszüge bestätigen diese Aussage. Entsprechend des Antrags der Staatsanwaltschaft wurde die Frau von den Vorwürfen freigesprochen. Die Richterin war der Auffassung, dass anscheinend im Lauf der Ermittlungen „Soll“ und „Haben“ auf dem Konto verwechselt wurden. goe

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