Wertheim

Diskussion um Lösungen

Schulentwicklung soll forciert werden

Archivartikel

Wertheim.In ihrer Pressemitteilung zur Corona-Krise und deren Auswirkungen auf die Finanzen drängt die Wertheimer CDU auf zügige Entscheidungen in der Schulstrukturentwicklung.

Das Millionenprojekt „Soziale Mitte“ mache erst Sinn, wenn ein Leerstand am Standort Grundschule Reinhardshof vermieden werde, sagte demnach der CDU-Vize Frank Kleinehagenbrock. Die Union wünsche sich daher einen verbindlichen Beschluss, dass sich dort die Gemeinschaftsschule (Sekundarstufe) Wertheim ansiedelt. Zugleich spricht sich die CDU für den Erhalt der Werkrealschule Urphar/Lindelbach aus.

Für die Grundschule (Primarstufe) Wertheim können sich die Christdemokraten einen Neubau am Standort Gymnasium vorstellen. Eventuell sei sogar ein Kombigebäude mit der neuen Sporthalle am Gymnasium möglich. Durch die Hilfen und Konjunkturpakete von Bund und Ländern sei ein solches Projekt stemmbar.

Die freiwerdende Fläche am Standort Alte Steige solle dann städtebaulich entwickelt werden. Die Schulentwicklung könne so in der laufenden Legislaturperiode weitestgehend abgeschlossen werden, heißt es.

Stand der Diskussion

Die von der CDU skizzierte Lösung sei in etwa der derzeitige Stand der Diskussion zwischen Verwaltung und Gemeinderat und keine Idee der Christdemokraten, meint der SPD-Fraktionsvorsitzende Patrick Schönig. Seit vielen Jahren hätten Stadtverwaltung und Gemeinderat versucht, eine gemeinsame Konzeption für die Zukunft der Schulen zu erarbeiten. In der vergangenen Legislaturperiode habe es Unstimmigkeiten zwischen Bürgermeister Wolfgang Stein auf der einen Seite sowie der SPD-Fraktion und den Schulleitern auf der anderen Seite gegeben.

Nach der Übernahme des Schulreferats durch Helmut Wießner sei erneut versucht worden, einen Konsens zwischen Verwaltung und Gemeinderat zu erreichen. Dies sei gelungen.

Die Mitglieder der Schulentwicklungskommission aus den einzelnen Fraktionen hätten die Verwaltung einstimmig aufgefordert, das Konzept zu entwickeln und die finanziellen Aspekte darzustellen. Die Forderung der CDU spiegele lediglich den aktuellen Stand des gemeinsamen Weges von Verwaltung und Gemeinderat wider. wei

Zum Thema