Wertheim

Corona-Lenkungsstab Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Öffnung des Rathauses

Schrittweise zurück zur Normalität

Archivartikel

Wertheim.Eine von Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez eingesetzte Arbeitsgruppe entwickelt ein Konzept für die schrittweise Öffnung des Rathauses in naher Zukunft. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung hervor.

Über den Stand dieser Überlegungen informierte der Leiter des Bürger-Service-Zentrums, Volker Klein, in der Schaltkonferenz des Corona-Lenkungsstabes am Mittwoch. Demnach sollen Anfang kommender Woche erste Ergebnisse zu den Fragen „was ist sinnvoll und was ist machbar“ vorliegen.

Musikschule bereitet sich vor

Seit dem 17. März ist das Rathaus wegen der Corona-Pandemie für den Publikumsverkehr weitestgehend geschlossen, die Arbeit der Verwaltung ging unterdessen weiter. Für Besuche im Rathaus werden Termine vereinbart, Dienstbesprechungen finden in Telefon- oder Videokonferenzen statt.

Viele organisatorische Abläufe vor allem Bereich des Bürgerservice wurden so verändert, dass sie den Corona-Schutzbestimmungen entsprechen.

Die städtische Musikschule bereitet die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts vor. Am Montag, 18. Mai, soll es unter Einhaltung von strengen Hygieneregeln und mit der Beschränkung auf bestimmte Instrumente wieder losgehen. Die Musikschulleitung arbeitet mit Hochdruck an einem entsprechenden Unterrichtskonzept.

Notbetreuung funktioniert

Seit Anfang der Woche ist in einigen Bundesländern von einer weiteren Ausweitung der Notbetreuung in Kindertagesstätten die Rede. „Was da geplant ist, das haben wir bei uns bereits“, so Dezernatsleiter Helmut Wießner.

Inzwischen bieten 22 von 23 Einrichtungen auf Wertheimer Gemarkung eine Notbetreuung an, sie wird von 113 Kindern genutzt.

Pro Kindertagesstätte werden zwischen einem und 13 Mädchen und Jungen betreut, „damit ist alles noch immer gut im grünen Bereich“, so Wießner.

Reibungslos umgesetzt wird in Wertheim auch die Maskenpflicht. Es habe bislang noch keinen einzigen „Bußgeldfall“ gegeben, „die Beschwerdequote bei der Ordnungsbehörde liegt bei Null“, freute sich deren Leiter Volker Mohr in der Schaltkonferenz.

Kritik an „Vorpreschen“

Gespannt erwarten die Mitglieder des Lenkungsstabes die Ergebnisse der für Mittwoch angekündigten Beratungen von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten und deren Auswirkungen auch auf Wertheim.

Er sei „nicht sehr glücklich darüber, dass einzelne Ministerpräsidenten schon Anfang der Woche vorgeprescht sind“, meinte Bürgermeister Wolfgang Stein und kritisierte, es entstehe gerade der Eindruck, als rücke der Gesundheitsschutz in den Hintergrund.

„Gerade hier im Grenzgebiet machen die unterschiedlichen Regelungen unsere Arbeit nicht leichter und es besteht die Gefahr, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung leidet“, so Stein. stv

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