Wertheim

Corona-Lenkungskreis Verstöße gegen Versammlungsverbot jetzt mit Geldbußen bestraft

Schließung der Freizeitplätze verschärft

Archivartikel

Die Schließung der Spiel- und Freizeitplätze wird in Wertheim verschärft. Das beschloss der Lenkungsstab aufgrund diverser Vorkommnisse.

Wertheim. Mitarbeiter des Bauhofs werden nun die Plätze in der Kernstadt und in den Stadtteilen zusätzlich mit Trassierband absperren. Das hat der Corona-Lenkungsstab in seiner heutigen Sitzung entschieden.

Nach wie vor treffen Ordnungsamt und Polizei bei ihren Kontrollgängen größere Personengruppen an öffentlichen Plätzen an. Solche Verstöße gegen das Versammlungsverbot werden künftig nicht mehr nur mit mündlichen Belehrungen geahndet, sondern als Ordnungswidrigkeit mit Geldbußen bestraft.

Zeit des Diskutierens ist vorbei

„Die Zeit des Diskutierens ist vorbei, jetzt müssen wir durchgreifen“, kündigte Ordnungsamtsleiter Volker Mohr an. Denn nach allgemeiner Einschätzung ist nicht mangelnde Information das Problem, sondern Uneinsichtigkeit.

Einzelne Städte, zum Beispiel Freiburg, haben bereits Aufenthaltsverbote für öffentliche Plätze angeordnet. Der Lenkungsstab schließt nicht aus, dass die Landesregierung eine solche Verschärfung für das ganze Land anordnet. Auch eine noch weitergehende Ausgangssperre ist nicht ausgeschlossen. Sie soll im Laufe des Sonntags zwischen Bundesregierung und Ländern abgewogen werden.

Der gestern angekündigte Aufbau eines Helfernetzwerks für die „Nachbarschaftshilfe Wertheim“ ist erfreulich gut angelaufen. Bis zum späten Freitagvormittag hatten sich bereits über 60 Helferinnen und Helfer gemeldet. „Die Ortschaften sind alle mit im Boot“, informierte OB Herrera Torrez über den Stand der Abstimmung. Die Vermittlung an Menschen mit Unterstützungsbedarf beginnt zentral am Dienstag, 24. März.

In den Ortschaften, in denen es bereits lokale Verknüpfungen gibt, bereits auch vorher. Alle Informationen dazu wird die Stadtverwaltung in den nächsten Tagen veröffentlichen. Bereits bestehende Netzwerke werden gebeten, sich in die Nachbarschaftshilfe der Stadt Wertheim einzugliedern, um eine bessere Übersicht sicherzustellen und einen Versicherungsschutz für Helfende zu gewährleisten.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, bringen Bund und Land Förderprogramme und Härtefonds auf den Weg. Sie sind angekündigt, aber noch nicht konkret ausgearbeitet, so dass noch keine Anträge gestellt werden können. Oberbürgermeister Markus Herrera beauftragte die zuständigen Mitarbeiter der Verwaltung, alle Informationen zu möglichen wirtschaftlichen Hilfen zu bündeln und zu strukturieren und damit dann gezielt auf die Betriebe der betroffenen Wirtschaftsbereiche - Gastronomie, Einzelhandel, Tourismus und produzierende Unternehmen - zuzugehen.

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