Wertheim

Hangsicherung Maßnahme begann am Wochenende mit der Abholzung von Bäumen

Schäden durch fallende Steine verhindern

Archivartikel

Wertheim.Am Wochenende begannen die vorbereiteten Arbeiten zur Hangsicherung entlang der Bismarckstraße. Ein Gutachten hatte im Sommer 2018 gezeigt, dass die Gefahr herunterfallenden Gerölls besteht. Am Samstag und Sonntag wurde angefangen, das Baufeld für die Errichtung der Sicherungseinrichtungen freizuschneiden.

So waren neben den Geräuschen der Sägen auch die fallenden Bäume zu hören. Laut Stadtverwaltung Wertheim wurde der Termin aufgrund der Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes festgelegt. Dieses legt ein Fäll- und Schnittverbote in der Baum- und Gehölzpflege in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September fest.

Von Feuerwache bis Kaufland

Bereits 2013 hatte es an der Feuerwache Schäden durch herabfallende Steine gegeben. Dort war die Hangsicherung bereits vor dem Neubau erfolgt. Auch bei einem privaten Eigentümer in der Bismarckstraße 45 sind Steine und Erde abgerutscht. Die aktuelle Sicherungsmaßnahme betrifft den Bereich zwischen Feuerwache und Kaufland.

Die Arbeiten am Wochenende gingen gut voran. So waren bereits am Samstagmittag rund 20 Bäume im unteren Bereich des Hangs gefällt. Die Fällungen dienen zum einen dazu, Platz für die Rückhalteeinrichtungen für Geröll zu schaffen. Zum anderen wurden solche Bäume entfernt, die schief standen oder die auf Grund ihres Zustands drohten bei Sturm umzustürzen.

Das Fällen erfolgt mit Hilfe von Motorsägen. Insgesamt waren sechs Mitarbeiter vor Ort, die Hälfte davon war direkt mit dem Fällen beschäftigt. Am Samstagnachmittag und im Laufe des Sonntags wurden Bäume oberhalb des Waldwegs abgeholzt. Bei der Baumentfernung ist Genauigkeit gefragt. „Man muss auf die Fallrichtung achten“, betonte Polier Martin Starke von der ausführenden Firma Feldhaus Bergbau GmbH aus Schmallenberg.

Gebäude evakuiert

Weiterhin musste man durch entsprechendes Ablegen des Gehölzes verhindern, dass Bäume abrutschen und Gebäude oder die Mauer an der Bismarckstraße beschädigen. Aus Sicherheitsgründen wurden die betroffenen Gebäude am Samstag von 8 bis 18 Uhr und am Sonntag von 8 bis 16 Uhr evakuiert. Davon betroffen waren 17 Anwohner.

Nur Häckselgut übrig

Die Bäume wurde mit Hilfe des Krans eines Lkw aufgenommen und dem großen Häcksler auf dem Fahrzeug zugeführt. „Dieser kann ganze Bäume auf einmal häckseln“, sagte Starke. So blieb nur Häckselgut übrig. Dieses wird in einem Container zwischengelagert und am Montag zur Entsorgung abgeholt.

Die Maßnahmen zum Freimachen des Baufelds sollen am Freitag, 8. November, abgeschlossen sein. Im Frühjahr findet der Einbau der Rückhaltevorrichtungen statt. Aufgebaut werden Sicherungsvorrichtungen wie zwei Fangzäune auf unterschiedlichen Höhen des Hangs, Murrenbarrieren sowie kleinere Einfallschürzen. Zudem erfolgt die lokale Sicherung größerer Felsblöcke.

Die Investitionssumme der Maßnahme für die Stadt Wertheim liegt bei 94 000 Euro.

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