Wertheim

Ortschaftsrat Umbau des Gemeindezentrums verzögert sich / Neues Baugebiet „Zu den Kreuzen“ mit 25 Bauplätzen anvisiert / Anforderungen an Haushalt 2021 zusammengestellt

Sanierung des Gemeindezentrums auf Platz eins

Archivartikel

Reicholzheim.Das Dorf an an der Tauber entwickelt sich stetig weiter und möchte dies auch in Zukunft tun. Dies wurde bei der Ortschaftsratsitzung am Mittwoch in der Asbachhalle deutlich.

Ortsvorsteher Sebastian Sturm gab eine Vielzahl einstimmig im Umlauf gefasster Beschlüsse bekannt. Dabei handelte es sich mehrheitlich um verschiedene Bauanträge im Dorf, denen eine Zustimmung erteilt wurde. Zustimmung gab es auch für Maßnahmen im Kloster Bronnbach, wie denkmalschutzrechtliche Genehmigungen zum Neuanstrich im Eingangsbereich des Büroeingangs im Prälatenbau, zum neuen Beleuchtungskonzept des Klosters, zur Errichtung einer E-Ladesäule im Bereich der Parkplätze sowie zur Sicherung und Restaurierung der beschädigten Figur im Abteigarten. Außerdem stimmte der Ortschaftsrat der Umsetzung der Kommunionbank an die ursprüngliche Position im Chorraum der Klosterkirche und der Versetzung des modernen Altars und Ambos zu.

In einem weiteren Punkt ging der Ortsvorsteher auf aktuelle Maßnahmen in Reicholzheim ein. Der Umbau des Gemeindezentrums habe sich durch Corona leicht verzögert. Die Ausräumarbeiten wurden unter Pandemiebedingungen von Feuerwehr und Ortsverwaltung vorgenommen. Aktuell befindet sich die Ortsverwaltung im katholischen Pfarramt. Die Umbaumaßnahmen des Gemeindezentrums sollen nächste Woche im Außenbereich beginnen. Dort wird eine Rampe installiert und die Treppe wieder aufgebaut. Dabei muss sichergestellt sein, dass der Feuerwehrbetrieb während der Baumaßnahme durchgehend möglich ist.

Arbeiten ab September

Anfang September sollen die Arbeiten im Inneren des Gemeindezentrums mit Heizungs- und Sanitärinstallationen starten. Bis Ende September folgen die Elektroinstallation und der Trockenbau. Für Anfang November sind die Fliesen- und Malerarbeiten sowie der Aufzugbau terminiert. Im Anschluss daran folgen unter anderem die Schlosserarbeiten. „Bis Weihnachten sollen die Maßnahmen weitestgehend abgeschlossen sein“, so die prognose des Ortsvorstehers. Anfang 2021 sollen die Räume ausgestattet werden, die jedoch vorher genutzt werden können.

Sturm freute sich, dass es bereits reges Interesse an der Nutzung der Räume für Kurse und damit eine gute Auslastung gebe.

Erfolgreich verläuft die Vermarktung der Bauplätze im neu erschlossenen Baugebiet „Tauberblick“. Aktuell ist von den elf Bauplätzen nur noch einer frei. Auch der letzte freie Bauplatz im vorherigen Abschnitt wurde reserviert. „Wir befinden uns aktuell in der Planung für die nächste Erweiterung, weil bereits Anfragen für Grundstücke vorliegen.“ Im nächsten Bauabschnitt „Zu den Kreuzen“ seien circa 25 Bauplätze vorgesehen.

Wie Sebastian Sturm berichtete kam es im Baugebiet „Tauberblick“ zu Setzungen im Kanal- und Gehwegbereich. Der Schaden ist bereits provisorisch ausgebessert. Die gesperrte Straße werde nun zeitnah wieder freigegeben. Durch ein neutrales Büro werden die Schäden zur Beweissicherung dokumentiert und anschließend mit dem Ingenieurbüro und der ausführenden Baufirma geklärt. „Dies wird einige Zeit in Anspruch nehmen, deswegen hat man die Schäden provisorisch behoben.“

Inzwischen haben die Stadtwerke die Leitung vom Hochbehälter „Ober dem Geißberg“ zu den „14 Kreuzen“ gelegt. Die Maßnahme wurde nötig, um den letzten Bauabschnitt mit dem nötigen Wasserdruck zu versorgen. Das für die Maßnahme nötige „Häuschen“ beim Denkmal der „14 Kreuze“ wird soweit im Erdreich versenkt, dass es nur 1,5 Meter aus der Erde ragt. Der kleine Bau soll begrünt werden damit es sich optisch nicht negativ auf den Denkmalstandort auswirke.

Dass man auch in Zukunft viel im Ort vorhat, zeigten die Haushaltsmittelanforderungen für 2021, die das Gremium zuvor nicht öffentlich beschlossen hatte. Auf Platz eins steht der Abschluss der Sanierung des Gemeindezentrums im Teil des evangelischen Kirchenzentrums. Auf Platz zwei setzte der Ortschaftsrat die notwendigen Schotterflächen als Parkmöglichkeiten im Stichelweg im Bereich des Kindergartens. Rang drei erhielt die Erweiterung des Holzlagerplatzes, weil es keine freien Flächen mehr gibt. Im nächsten Punkt beantragte man Mittel für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung im unteren Bereich der Straße „Am Felder“. Platz fünf nimmt die Neuteerung des Verbindungswegs neben dem Bahngleis zwischen Bahnübergang und Gewerbegebiet ein. Es folgt die rund 300 Meter lange Ersatzteerung des Feldwegs „Erbswiesenweg“ Richtung Weinberg First. Mittel für neue Teerbeläge der Satzenbergstraße, der Scheffelstraße und der Straße „Zum Ottersberg“ sind ebenso beantragt. Schilder und Infotafeln für Wanderer und Radfahrer als Tourismusförderung stehen auch auf der Liste genauso wie die Neuordnung der Gartengrundstücke zwischen Ort und Ortsrandstraße und die Sanierung der Steiggärten im Zuge der Verlegung von Versorgungsleitungen.

Zeitweise wurden im Ort mobile Messgeräte an zwei Standorten eingesetzt. Laut Ortsvorsteher Sebastian Sturm gab es keine Abweichungen, die weitere Maßnahmen erforderlich machen würden. Man habe das zeitweise Aufstellen der Anzeigetafel für weitere Straßen beantragt, so Sturm.

Herbert Roth hat den Auftrag erteilt bekommen, die Ortsein- und Ausgangsschilder zu erneuern um wieder ein ansehnliches Bild zu erhalten.

Ein Ärgernis sind die wilden Müllablagerungen im Bereich Kriegerdenkmal und Kapelle. Hier treffen sich oft Gruppen. Den Mülleimer dort hat man inzwischen entfernt, weil mehr Müll daneben als darin lag. Sturm appellierte an alle, ihren Müll wieder mitzunehmen. Er habe auch schon Gespräche mit Gruppen geführt die er dort angetroffen habe. Ein weiteres Müllproblem gibt es am Metallcontainer. Hier habe man drei Täter ermitteln und das Ordnungsamt melden können.

Aus Reihen der Bürger wurde auf die katastrophale und gefährliche Parksituation in der Martin-Schlör-Straße verwiesen. Selbst die Kurve sei zugeparkt. Sturm appellierte deshalb an alle Anwohner, ihr Auto in den eigenen Hof zu stellen oder ausgewiesene Parkmöglichkeiten zu nutzen. Auf Anregung eines Bürgers hakt Sturm bei der Stadtverwaltung nach, ob die zwei fehlenden Bäume am Containerplatz nachgepflanzt werden.

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