Wertheim

Anpassung Abfallgebühren steigen / Falsch befüllte Biotonnen werden nicht mehr geleert

Rest- und Biomüllentsorgung wird teurer

Archivartikel

Main-Spessart-Kreis.Nachdem die Abfallgebühren seit 1997 insgesamt vier Mal im Landkreis gesenkt werden konnten, müssen die Abfallgebühren erstmalig wieder angehoben werden. Bei gleichzeitig sinkenden Erlösen, insbesondere für die Altpapiervermarktung, und steigenden Kosten ist eine Anhebung von durchschnittlich rund 9,5 Prozent erforderlich.

Die neuen Gebührensätze werden rückwirkend ab 1. Januar 2020 gelten. Die Abfallgebührenkalkulation wurde auf vier Jahre angelegt, bis zum 31. Dezember 2023.

Neu eingeführt wird eine Gebühr für die 1100 und 5300 Liter Container mit einer wöchentlichen Leerung des Restmüllgefäßes.

Dei Leerung einer 120 Liter Restmülltonne, inklusive 120 Liter Biomülltonne und 240 Liter Papiertonne wird nun 189,60 Euro im Jahr, oder monatlich 15,80 Euro kosten.

Der Restmüllsack (70 l) wird dann 4,30 Euro, der Grüngutsack (120 l) 3,60 Euro kosten. Die Gebühr für eine zusätzliche Leerung (zusätzlich zur Regelabfuhr) eines 1110 Liter großen Restmüllbehälters beträgt 51,50 Euro pro Leerung und für einen 5300 Liter großen Restmüllbehälter 215,80 Euro.

Neben der Änderung der Gebührensatzung hat der Kreistag auch über die Änderungen der Abfallwirtschaftssatzung entschieden. Diese sind erforderlich, weil die Qualität des beim Humuswerk Main-Spessart angelieferten Biomülls stark verunreinigt ist. So wird die geänderte Abfallwirtschaftssatzung genau definieren, was in die Biotonne darf.

Falsch befüllte Bio- und Altpapiertonnen werden künftig nicht mehr geleert. Der Verursacher kann dann den Inhalt nachsortieren, über Restmüllsäcke entsorgen oder die Tonne bei der nächsten Restmüllabfuhr „sonderleeren“ lassen. Letzteres kostet 16,00 Euro Verwaltungsgebühr plus drei Cent je Liter Gefäßgröße, also beispielsweise 19,60Euro für eine 120 Liter große Tonne. Bei fortgesetzten Verstößen gegen die Trennpflicht kann die Bio- oder Altpapiertonne zukünftig auch abgezogen und durch eine gebührenpflichtige Restmülltonne ersetzt werden.

Die neuen Müllgebuhrenbescheide werden voraussichtlich im April 2020 versandt. Es gilt jährliche Fälligkeit immer zum 1. Juli.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon: 09353/7931777 oder per E-Mail unter : Abfall@Lramsp.de oder unter www. Abfallberatung@Lramsp.de im Internet. pm

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