Wertheim

198. Wertheimer Michaelis-Messe Verantwortliche sprechen von durchwachsenem Ergebnis aufgrund des schlechten Wetters

Regen trieb die Menschen in die Festhalle

Die 198. Wertheimer Michaelis-Messe ist vorbei. Noch vor dem Feuerwerk zogen die Verantwortlichen eine überwiegend positive Bilanz.

Wertheim. Ende schlecht, alles schlecht? Mitnichten. Trotz eines nahezu total verregneten Schlusstages und obwohl die Michaelis-Messe in diesem Jahr, wie Marktmeister Patrick Grän sagte, „geprägt war vom Wetter“– überwiegend von keinem guten – waren die Verantwortlichen mit dem Verlauf des Wertheimer Volksfestes weitgehend zufrieden. Das Ergebnis der zurückliegenden Tage sei zwar „sehr durchwachsen. Aber das lag wirklich nur am Wetter“, stellte Werner Baumeister als Vertreter der Marktkaufleute fest. Auch Timo Zöllner, der für den Vergnügungspark zuständig ist, konstatierte, „der Regen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber im Großen und Ganzen sind wir zufrieden“. Und Bernd Floer meinte, „für uns ist es gut gelaufen. Sogar sehr gut“. Die rechte Hand von Festwirt Hans Peter Küffner schmunzelte, „wir hatten keine Probleme mit dem Wetter“. Im Gegenteil: Je mieser die Verhältnisse draußen waren, umso mehr Menschen kamen in die Main-Tauber-Halle.

Nahezu uneingeschränkt positiv fiel das Fazit bei allen über das Eröffnungswochenende aus. Ein grandioser Festzug mit mehr als 1300 Teilnehmern, ein sehr guter Besuch in der Halle und auf dem Festplatz, es war, so der Marktmeister, „ein toller Auftakt aus unserer Sicht“.

Bis dann am späteren Sonntagnachmittag der erste Regen kam. Der sei ja an sich nicht so schlimm, meinte Baumeister, „Aber er kam halt oft zu ungünstigen Zeiten.“ Dann nämlich, wenn die Menschen entscheiden, ob sie einen Messebummel machen oder eben nicht.

Viele Besucher waren am Messedienstag unterwegs, dem ersten Familiennachmittag, an dem auch der Kinderumzug stattfand. „Mit der Feiertagskonstellation in diesem Jahr und dem Brückentag mussten wir auf den Dienstag gehen“, erklärte Grän.

Ein Problem: Woher Musiker nehmen? An einem normalen Werktag stand der traditionelle Fanfarenzug nicht zur Verfügung. „Wir sind Michael Geiger sehr dankbar“, betonte Sindy Gimpel, Kollegin des Marktmeisters. Der Musiklehrer am Gymnasium und der Musikschule half den Veranstaltern sehr kurzfristig aus dem Dilemma. Geht es nach Timo Zöllner, könnte der Kinderumzug durchaus früher stattfinden. „Der kommt eigentlich zu spät hier an“, stellte er fest. Bis die Ballons in der Luft seien und sich alles sortiert habe, werde es schon fast wieder dunkel.

Zustimmung signalisierte der Vergnügungsparkchef auch, als Baumeister die Verlegung des verkaufsoffenen Sonntags auf den Feiertag kritisierte. Dadurch seien sowohl der Messesonntag als auch der 3. Oktober „für uns sehr viel schlechter geworden“, klagte der Vertreter der Marktkaufleute über „gewaltige Umsatzeinbrüche für uns an beiden Tagen“.

Allgemeine Zufriedenheit herrschte wieder bei allen Beteiligten, als die Sprache auf die „Sicherheitslage“ auf dem Messegelände und in der Halle kam. Genau wie im vergangenen Jahr sei alles „relativ vernünftig und ruhig“ verlaufen, war der Marktmeister erleichtert. „Ausnahmen bestätigen die Regel“, erwähnte er „ein bis zwei Vorfälle, die nicht so schön waren“, vor allem am ersten Wochenende. Die hätten, ergänzte Sindy Gimpel, zu fünf Aufenthaltsverboten für die komplette restliche Messe geführt.

„Alles ruhig und sehr gesittet“, schilderte Bernd Floer die Lage in der Halle und berichtete von sehr vielen älteren Besuchern und weniger Jugendlichen.

Ein großes „Plus“ nicht nur für Werner Baumeister ist die sehr starke Ausrichtung der Michaelis-Messe auf Familien. Hier herrsche „keine Ballermann-Atmosphäre“, auch in der Halle nicht. Und die Fahrgeschäfte seien nicht vom „höher, schneller, weiter“ geprägt, schließt Patrick Grän an.

Lob für neuen Marktmeister

Der neue Marktmeister und seine Kollegin durften sich über viel Lob und Anerkennung für ihre Arbeit freuen. „Wenn die so weitermachen, wird die Michaelis-Messe auf Erfolgskurs bleiben“, ist Baumeister überzeugt.

Zum Thema