Wertheim

Leserbrief Zur Berichterstattung über die „Neue Soziale Mitte“ auf dem Wartberg

„Projekt muss komplett eingestampft und neu geplant werden“

Archivartikel

Ich habe die Gemeinderatssitzung am 27. April in der Main-Tauber Halle besucht. Grundsätzlich teile ich die unter anderem von den Freien Bürgern, der Bürgerliste und der CDU geäußerten Bedenken zur aktuellen Haushaltsentwicklung. Auch der Wunsch nach Sparsamkeit und einem Nachtragshaushalt ist mehr als nachvollziehbar.

Jetzt aber ein Projekt zu verschieben, bei dem der Bau bereits begonnen hat, ist absolut nicht nachvollziehbar. Hier ist der „Point of no return“ bereits überschritten. Jede Verzögerung führt zu einem Stillstand und Leerstand der Baustelle.

Es ist völlig unklar, ob die bereits bewilligten Förderungen erneut fließen werden, oder ob diese dann überzeichnet sind. Auch wäre eine Um-, beziehungsweise Neuplanung des Projekts mit weiteren Verzögerungen und Kosten verbunden.

Man darf nicht außer Acht lassen, dass hier nicht nur die Stadt Wertheim am Bau beteiligt ist. Auch die beiden großen Kirchengemeinden sind mit im Boot. Das Projekt wurde über einen Zeitraum von fünf Jahren von vielen verschiedenen Akteuren als wichtiges „Leuchtturmprojekt“ für den Wartberg entworfen.

Jetzt muss es – meiner Meinung nach – komplett eingestampft und neu geplant werden. Denn nur so lässt sich in Zeiten einer angespannten Haushaltslage hier wirklich noch Geld sparen. Und das ist ja das erklärte Ziel. Sollte das Projekt so wie vorgesehen doch beschlossen werden, hat man unnötig viel Geld und Zeit verloren.

Man braucht ja kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass die Steuereinnahmen der Stadt Wertheim in diesem Jahr massiv einbrechen werden. Es ist nur noch nicht klar, in welcher Höhe das sein wird.

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