Wertheim

Gemeinderat Ausschreibung sorgt für Zündstoff

Pauschale Verurteilung

Archivartikel

Wertheim.Vor nicht allzulanger Zeit versicherten sich die gewählten Gemeinderäte der gegenseitigen Achtung und eines würdevollen Umgangs. Hat bisher auch prima geklappt. Zugegeben, der Ton war es nicht, der am Montagabend Gemeinderäte und Anwesende hat aufhorchen lassen.

Es war eine pauschale Verurteilung, die am Ende dafür sorgte, dass sowohl Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez als auch einige Räte deutlich Stellung bezogen. Doch der Reihe nach.

Unter „Verschiedenes“

Als unter dem Punkt „Verschiedenes“ die Stellenausschreibung für einen weiteren Verwaltungsmitarbeiter im Bereich Umweltschutz auf Nachfrage thematisiert wurde, meldete sich im Lauf der Diskussion Christian Ulzhöfer zu Wort, eher in seiner Rolle als Naturschützer denn als Stadtrat.

„Ich bin gegen die Besetzung der Stelle, weil das Vorgehen der Stadt, was Flächen für Industrie und Wohngebiete angeht, folgender maßen aussieht: Erst geht sie auf die Flächen drauf und schlägt alles kurz und klein, dann werden Gutachter eingesetzt, die nichts sehen oder sehen wollen, und dann werden die Flächen zu Tode verwaltet. Und genau das macht diese Stelle.“

Kritische Stimmen

Herrera Torrez rang sichtlich um Haltung und Worte. Seiner Meinung nach war die Darstellung in vielen Bereichen falsch. Doch das war es nicht, was ihn am meisten ärgerte, sondern die pauschale Verurteilung der Arbeit der Mitarbeiter. Meldet sich nun auf die ausgeschriebene Stelle noch jemand? Der Oberbürgermeister äußerte seine Zweifel daran. Nicht nur er fand deutliche Worte. Auch im Gremium regten sich kritische Stimmen. hei

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