Wertheim

Ortschaftsrat Dertingen Ortsvorsteher Egon Beuschlein blickte auf das Jahr zurück / Blutspenderehrung entfiel

Parksituation beschäftigte das Gremium

Dertingen.Eigentlich sollte in der Sitzung des Dertinger Ortschaftsrates am Mittwochabend Walter Holzhäuser für 125-maliges Blutspenden geehrt werden. Doch er war, sehr zum Bedauern von Ortsvorsteher Egon Beuschlein, verhindert. „Hätten wir das etwas früher gewusst, hätten wir die Sitzung um einen Tag verschoben“, verdeutlichte er.

So stand im Mittelpunkt der Versammlung, zu der wieder mehr als 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger in den Probenraum der Mandelberghalle gekommen waren, ein ausführlicher Rückblick Beuschleins auf das Ortsgeschehen im zu Ende gegangenen Jahr. „Es ist einiges gelaufen“, verwies er unter anderem auf ein „sehr gutes Weinfest“. Der Sportverein habe sich neu ausgerichtet, die Fusion mit Kembach und Höhefeld sei getragen von einem menschlich sehr guten Verständnis. Dies zeige sich vor allem bei der ersten Mannschaft auch im sportlichen Erfolg.

Weniger erfreulich war es beim Adventsmarkt, der „leider unter dem sehr schlechten Wetter gelitten hat“, wie im Übrigen auch das Turmblasen. Beuschlein berichtete von vier nichtöffentlichen und zwei öffentlichen Sitzungen des Ortschaftsrats. Ein großes Thema dabei war der Autobahnausbau. „Soweit sind wir damit ganz zufrieden“, ganz zum Schluss habe es aber noch einige Probleme gegeben, etwa Diskussionen über Grenzverläufe.

„Die Grundstückseigentümer sollten sich so lange wehren, wie es nicht passt“, riet der Ortsvorsteher. „Es gab viel zu schimpfen und es ist auch viel geschimpft worden“ in Sachen Breitbandausbau und Telekom, so Beuschlein.

Unkoordiniert habe das Unternehmen an vielen verschiedenen Ecken angefangen zu arbeiten. „Es ist dann aus dem Ruder gelaufen, das haben sie auch zugegeben.“ Immerhin sei Besserung gelobt und versprochen worden, dass bis Ende Januar alles fertig ist.

Intensiv beschäftigt habe sich das Gremium mit der Parksituation im Ort. Man wolle die Probleme möglichst „ohne hässliche Schilder und viele Verbote“ lösen, kündigte der Redner an.

Ein Problem, das im wahrsten Sinne des Wortes allen „stinkt“ ist das seit mehr als einem halben Jahr defekte Hebewerk, das dazu führt, dass die Toilette im Untergeschoss der Mandelberghalle nur mit größter Zurückhaltung genutzt werden kann. Man habe die entsprechende Firma „angeschrieben und angebettelt, doch sie verspreche ihr Kommen, halte es aber nicht ein.

Für die Neuordnung und -verpachtung des Jagdbogens Nummer drei, „eine unschöne Angelegenheit“ an deren Ende ein langjähriger Pächter ausscheiden musste, ist eine Lösung gerfunden. „Es tut mir leid, das hätte ich eigentlich nie so gewollt, aber wir müssen unter anderem auf die Wildschäden achten“, sagte er. Am Ende glaube er, „wir haben das Richtige gemacht, es war eine gute Entscheidung“.

In der Sitzung zugestimmt wurden, jeweils einstimmig, mehreren Baugesuchen und auch der Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Aufstellung des Bebauungsplans für das Wohngebiet „Talbuckel/Talgraben“, nördlich des Friedhofes.

Dass die Fortführung dieses Wohngebiets einmal in fernerer Zukunft zur Sperrung eines Weges am Friedhof führen könnte, erregte vereinzelte Zuhörer so, dass der Ortsvorsteher wiederum in Rage geriet und sich einen respektvolleren Umgangston erbat. ek