Wertheim

Am Amtsgericht verhandelt

Nötigung beim Autofahren

Archivartikel

Wertheim.Wegen Nötigung während der Fahrt auf der Autobahn erging gegen einen Audi-Fahrer aus Wiesbaden ein Strafbefehl. Im Bereich Bettingen soll er einen Pkw-Fahrer aus Remscheid massiv ausgebremst haben. Der Beschuldigte legte Einspruch ein, und so wurde nun beim Amtsgericht Wertheim verhandelt.

Zum Nötigungsvorwurf machte der Angeklagte keinen Angaben, die Beweisaufnahme erbrachte jedoch, dass er zum fraglichen Zeitpunkt der Fahrer war. Der Angeklagte behauptete daraufhin, dass eine Bekannte auf Höhe Wertheim am Steuer gesessen habe. Der Verteidiger stellte den den Antrag, die Frau als Zeugin zu laden. Das Gericht gab dem statt. Die Verhandlung wird im Dezember fortgesetzt.

Am Tattag herrschte auf der A 3 in Richtung Frankfurt dichter aber flüssiger Ferien-Rückreiseverkehr. Der Remscheider Fahrer bemerkte im Rückspiegel, dass der Audi über eine Strecke von etwa zwei Kilometern immer wieder die Spuren wechselte, ohne großen Raumgewinn zu erzielen. Dabei habe der Audi andere Fahrzeuge auch rechts überholt.

Auch an ihm sei der Audi rechts vorbei und knapp vor seinem Wagen auf die Mittelspur eingeschert. Als Hinweis auf dieses verkehrswidrige Verhalten habe er die Lichthupe betätigt. Darauf habe der Audi plötzlich abgebremst, geschätzt von 120 auf 60 Stundenkilometer, so dass der remscheider Fahrer und das nachfolgende Auto stark bremsen mussten, um einen Unfall zu vermeiden. Durch das Bremsen seien bei ihm automatisch die Warnblinker angegangen. Die Ehefrau fotografierte den Audi, und das Paar erstattete t bei der Polizei Anzeige mit Beschreibung des Wagens und Angabe des Kennzeichens. Eine Streife wartete bei Hösbach auf den Audi und kontrollierte die Insassen. Am Steuer saß der Angeklagte. Es gab weitere Insassen.

In der Verhandlung konnte die Beifahrerin den Beschuldigten nicht direkt identifizieren. Am nächsten Verhandlungstag wird die Freundin befragt. goe

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