Wertheim

Seniorenmesse Zum fünften Mal informieren in Wertheim Verbände und Unternehmen über die Herausforderungen des Älterwerdens

Nichts für Weicheier, aber mit Zukunft

Die Wertheimer Seniorenmesse findet am 21. September zum fünften Mal statt. Aussteller und Referenten informieren über die Herausforderungen des Älterwerdens.

Wertheim. „Altwerden ist nichts für Weicheier.“ Derart provokant wollten die Verantwortlichen die fünfte Wertheimer Seniorenmesse dann doch nicht betiteln, erläutert Walter Ruf, der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt bei einem Pressegespräch am Dienstag. Schließlich habe man „Alter hat Zukunft – es liegt an uns!“ als Motto gewählt. In der Tat stellt das Älterwerden einige Herausforderungen bereit.

Ruf freut sich über die Unterstützung der Stadtverwaltung. Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez übernimmt wie sein Vorgänger die Schirmherrschaft, Referatsleiter Volker Klein engagiert sich ebenso. Zudem steht der Veranstaltungsort, der Mainvorplatz, gratis zur Verfügung.

„Weil wir wissen, dass unsere Gesellschaft immer älter wird, bieten die Wertheimer Wohlfahrtsverbände und privaten Dienstleister die Seniorenmesse zum fünften Mal an, um über und für die Lebensqualität von Wertheimer Senioren und deren Angehörigen zu informieren“, sagte Walter Ruf. Das Spektrum der Informationen und der Aussteller reiche von der ambulanten und stationären Pflege, über den Treppenlift, das Elektrofahrzeug, die barrierefreie Wohnung, Selbsthilfegruppen und die Bestattung, so Ruf.

Alles, was das Alter betrifft

Zudem werde das Ruftaxi vorgestellt, das für die Mobilität der Senioren wichtig sei und übrigens auch zur An- und Abfahrt für die Veranstaltung genutzt werden könne. Zudem gebe es ein Bustraining. Wie beim vergangenen Mal, im Jahr 2016, können Leute, die wissen wollen, wie das im Alter so ist, den Alterssimulationsanzug ausprobieren. Er führe vor Augen, welche körperlichen Belastungen und Einschränkungen das Alter mit sich bringe.

Bei der Messe könnten sich die Besucher darüber informieren, welche vielfältigen Pflegemöglichkeiten und Angebote es von Dienstleistern für Senioren gibt, so Ruf. Von den Ausstellern und Akteuren würden alle Themenbereiche angesprochen, die das Leben im Alter betreffen. Die Zahl der Aussteller ist weiter gewachsen: Beim letzten Mal waren es noch 15, in diesem Jahr kommen 21. Infomieren werden unter anderem das Rote Kreuz, das Diakoniezentrum, die Katholische Sozialstation, ein Optiker, die Rotkreuzklinik, die Verkehrsgesellschaft VGMT.

OB: Senioren sind Leistungsträger

Es gibt zudem zehn Vorträge (siehe Info-Kasten). Wegen fehlender Räumlichkeiten könne man nicht noch mehr anbieten, so Walter Ruf. Dass das Alter Zukunft hat, betont auch OB Herrera Torrez.

Die Senioren leisteten viel für die Demokratie, seien in den Vereinen sehr aktiv und trügen einen maßgeblichen Teil zur Wirtschaftskraft bei. Und nicht zuletzt seien die Senioren elementarer Bestandteil der Erinnerungskultur.

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