Wertheim

Sitzung des Ortschaftsrats Wildbachtalhalle jetzt vollständig zurückgebaut / Nächtliche Rettungsaktion wegen Wasserrückstau / Holzverschalung des Duschtrakts

Nassiger priosieren Straßen für Sanierung

Archivartikel

Mit dem Neubau der Nassiger Wildbachhalle geht es voran. Außerdem plant der Ortschaftsrat weitere Initiativen, um das Dorf voranzubringen.

Nassig. Ausführlich informierte Ortsvorsteher Volker Mohr in der Sitzung des Ortschaftsrat Nassig am Montag über den Stand zum Neubau von Duschtrakt und Wildbachhalle. Der Duschtrakt wurde mit dem „Bühnenbau-Cup“ in Betrieb genommen. Allerdings seien noch Anlaufschwierigkeiten zu meistern.

So hatte sich bei Regenwetter das Wasser in den Abläufen zurückgestaut und lief nicht mehr ab. Mohr lobte Richard Diehm, der mit einer nächtlichen Rettungsaktion den Abfluss ermöglichte und so den Duschtrakt für die Großveranstaltung nutzbar machte. Ursache für den Rückstau sei wohl eine Leitung gewesen, die beim Hallenrückbau beschädigt wurde.

Der Schaden ist inzwischen behoben, und der Abfluss funktioniert. Als nicht optimale Lösung erwiesen sich die verwendeten Abläufe in den Duschen. Sie setzten sich ziemlich schnell zu. „Man hat die Filter aus Metall entfernt, sie waren einfach zu fein.“ Mohr bat die Fußballer, auf Sauberkeit zu achten und beim Training möglichst nur eine Kabine zu nutzen. Sehr gut laufen die Arbeiten an der Holzverschalung des Duschtrakts, die in Eigenleistung ausgeführt werden. Der Ortsvorsteher lobte die „Holztruppe“, die zu wesentlichen Teilen aus Helfern der Feuerwehr bestehe. Weitere Helfer seien bei den Arbeiten immer willkommen.

Die Wildbachhalle ist vollständig zurückgebaut. Es folgt noch der Kanaleinbau für Abwasser des Duschtrakts durch die Baugrube am Sportheim. Aktuell wird das Fundament der Halle erstellt. Beim Rückbau der Halle war es zu einer Beschädigung an der Wand des Sportheims gekommen.

Verzögerung wird aufgeholt

Da erst versicherungsrechtlich geklärt werden musste, wer die Kosten der Schadenbehebung übernimmt, hatte sich der Baufortschritt leicht verzögert. „Das kann aber wieder aufgeholt werden“, war Mohr zuversichtlich. Diverse Ausschreibungen und Vergaben für verschiedene Gewerke seien erfolgt.

Die Anwohner insbesondere in den Gassenhäuser bat er um Verständnis für die Belastungen während der Bauzeit. Erfreut zeigte er sich darüber, dass die Nahwärmeversorgung funktioniert. Mit Blick auf die prognostizierte Haushaltsentwicklung der kommenden Jahre stellte er abschließend fest: „Der Hallenneubau kam genau zur richtigen Zeit.“

Ausführlich hatte sich der Ortschaftsrat auf Bitten der Stadtverwaltung mit den Straßen und Feldwegen im Dorf beschäftigt. Im Gemeinderat sei die Frage, welche Straßen im Stadtgebiet saniert werden, immer wieder Diskussionspunkt gewesen. Um eine gerechte Mittelverteilung für diesen Zweck zu ermöglichen, will man den Sanierungsbedarf für die nächsten Jahre ermitteln.

Dazu waren die Ortschaften aufgefordert, Prioritäten selbst zu setzen. „Wir haben dies zusammen mit Hubert Sadowski als ausgewiesenen Kenner aller Wege und Straßen erledigt“, so Mohr. Höchste Priorität bekam dabei der „Kindergartenweg“, der die Ortschaft vom Klingenweg bis ins Tal durchquert. Weiter wurden unter anderem der Klingenweg und der Weg an der alten Ziegelei priorisiert.

Mohr betonte, der Rat sei sich bewusst, dass es aus Sicht der Einwohner und Wegnutzer höchst unterschiedliche Anforderungen an die Wegeerhaltung gibt.

„Es wird aber ganz sicher keine flächendeckende Verbesserungen geben“, so Mohr. Das Tiefbauamt werde auf Basis der gemeldeten Wege kreisstadtweit die jeweiligen Maßnahmenkosten ermitteln. Letztendlich müsse der Gemeinderat auf Basis der zur Verfügung stehenden Mittel entscheiden.

Handlungsbedarf sah das Gremium auch bei der Ortsdurchfahrt. Dabei handelt es sich jedoch um eine Landesstraße. Kreisrat Sadowski hatte beim Straßenbauamt des Kreises nachgefragt. Dieses teilte nach Rücksprache mit den übergeordneten Behörden mit, dass die Ortsdurchfahrt erhaltungsbedürftig sei. Es gebe aber keine Priorisierung zur Sanierung. Die nächste Zustandserhebung der Landesstraßen finde 2020 statt.

Ortsdurchfahrt

Der Ortschaftsrat hofft, dass in dieser ein Bedarf für eine komplette Sanierung festgestellt wird. Im Rahmen dieser Maßnahme würden dann auch durch die Stadt die Gehwege und durch die Stadtwerke die Wasserleitung erneuert.

Bürger Gerhard Schleßmann forderte Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung an der Ortsdurchfahrt. Die zu schnell fahrenden Autos würden unter anderem die Kinder an der Grundschule gefährden. Er schlug das Aufstellen einer Geschwindigkeitsanzeigetafel vor.

Mohr erklärte dazu, die Geräte seien kostspielig. „Viele Ortschaften wollen eines, auch wir versuchen es“, so Mohr. Man könne die Geräte jedoch nur auf Basis der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel kaufen und aufstellen. Hinsichtlich der gefahrenen Geschwindigkeiten verwies er auf den Unterschied zwischen gefühlter und gemessener Geschwindigkeit.

Verkehrsberuhigung

So sei unter anderem an der Schule „scharf gemessen“ worden, zudem sei eine Anzeigentafel im Ort aufgestellt gewesen. Man habe dabei keine Auffälligkeiten festgestellt. Die überwiegende Mehrheit der Fahrer halte das Tempolimit von 50 ein.

Lobende Worte gab es in der Sitzung für das Westernfest. Axel Kempf, Vorsitzender des Kulturkreis Nassig, sagte die Besucherzahlen seien nicht rekordmäßig gewesen, es sei aber gut besucht gewesen. Das Fest sei auch ein Imageträger für das Dorf nach außen. Er lobte alle Helfer ebenso wie die de Gäste der Abrissparty der Wildbachhalle. Der Reingewinn dieser Abschiedsparty von 2000 Euro fließt in die Eigenmittel, die das Dorf für den Neubau aufbringen muss.

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