Wertheim

Ortschaftsratssitzung Erste Pläne für die Kita vorgestellt / Nach Abriss von Scheune ist Platz für drei Würfel

Nach Umbau Platz für 57 Kinder

In der Ortschaftsratssitzung in Kembach wurden die ersten Pläne für den Umbau des Kindergartens vorgestellt.

Kembach. In der jüngsten Ortschaftsratssitzung präsentierten die Ortschaftsräte um die Ortsvorsteherin Tanja Bolg im Vereinsraum der Kembachtalhalle die Pläne für den Um- und Neubau des gemeindlichen Kindergartens. Die Schaffung von Kindergartenplätzen und Kinderbetreuung sei eine elementare Aufgabe der Kommune, so Bolg.

Kembach und Dietenhan verzeichneten in den vergangenen Jahren steigende Kinderzahlen. Das Einzige, was nicht mitgewachsen ist, ist die Kinderbetreuung. Nur durch die Bereitschaft der Eltern, Plätze für die Kinder im Kindergarten zu teilen, konnten die beiden vergangenen Jahre die Kinderbetreuung halbwegs aufrecht erhalten werden.

Spielplatz bleibt erhalten

Einige Eltern, die auf erweiterte Öffnungszeiten angewiesen sind, mussten sich zum Teil weit entfernt nach Unterbringungsmöglichkeiten umsehen. Bis zum Jahr 2021, soweit lässt sich in die Zukunft schauen, werden noch mehr dieser Plätze benötigt.

Dass der derzeitige Zustand des Kembacher Kindergartens auf Dauer nicht tragbar ist, davon konnten sich alle Gruppierungen im Wahlkampf überzeugen. Die räumliche Enge zwingt zu einem Schichtbetrieb an der Garderobe, die Sanitärbereiche bieten keine Privatsphäre, die Schlafmöglichkeiten für die Kleinen wurden aufgrund fehlender Fluchtwege bereits gesperrt. Das sei allen Verantwortlichen bekannt, so die Ortsvorsteherin.

Deshalb freue man sich besonders, dass im September eine breite Zustimmung des Wertheimer Gemeinderates zustande kam, den Kindergarten zu erweitern. Letztlich wird es zu einer Erweiterung des bisherigen Standortes kommen, eine zweite Variante mit einem kompletten Neubau wurde wieder verworfen. Der Altbau soll erhalten bleiben und durch drei miteinander verbundene Würfel ergänzt werden.

Vorteil des Anbaus ist der Erhalt des mit viel Liebe von den Eltern errichteten Spielplatzes mit einer großen Freifläche. Ebenfalls neu wird der Eingang zum Kindergarten sein, mit neuen Parkmöglichkeiten und einer geänderten Zufahrt. So will man mehr Sicherheit schaffen.

Neu eingebaut wird auch ein Aufzug. Der ist zwar nach aktuellem Stand nicht unbedingt notwendig, da sich im Obergeschoss nur die Sozialräume und Büros der Mitarbeiterinnen befinden. Aber wenn Platznot in den Gruppen auftreten sollte, könnte man im Obergeschoss noch eine weitere Gruppe unterbringen.

Hierfür wird auch gleich eine Notrutsche und ein zweiter Treppenabgang installiert. Ansonsten soll der Neubau nur ebenerdig genutzt werden, so die derzeitigen Planungen. Aktuell hat der bisherige Kindergarten 44 Plätze. Durch den Neubau kommen nochmals 34 hinzu. Aber weil durch die geänderte Architektur des alten Gebäudes einige Plätze wegfallen, wird es nach Ende der Baumaßnahme 57 Plätze im Kindergarten in Kembach geben.

„Wir sind sehr glücklich, dass der Gemeinderat so entschieden hat“, freute sich Tanja Bolg. Durch den Erhalt des Kindergartens habe der Ort einen Standortvorteil und ist so zukunftsfähig.

2020 fertig

Wie genau der Anbau aussehen wird, das soll noch bis 2020 geplant werden. Dann ist Baubeginn, und im Jahr 2022 rechnet man mit der Fertigstellung. Der Bau wird nicht ganz unproblematisch, da sich in unmittelbarer Nachbarschaft weitere Gebäude befinden. Fest steht bis jetzt nur, dass der Anbau aus Holz errichtet werden soll. Die endgültige Dachform ist allerdings noch nicht festgelegt, ob ein Flachdach angedacht ist oder ein Pultdach oder ein herkömmliches Satteldach, das entscheidet erste die Feinplanung.

In der Sitzung ging es auch um die die Sanierung der Fahrbahndecke der Ortsdurchfahrt. Hier soll darauf geachtet werden, dass auch sanierungsbedürftige Gehwege und Bordsteinabsenkungen zu berücksichtigen sind. Im Bereich des Ausbaus der Bushaltestellen mit Kasseler Borden zu barrierefreien Zugängen soll auf die daneben liegenden Hofeinfahrten Rücksicht genommen werden.

Bei einem gemeinsamen Ortstermin wurde mit allen Beteiligten eine tragfähige Lösung gefunden worden, so Tanja Bolg. Somit können die benötigten 16 Meter Länge bereitgestellt werden.

Bis Mitte November sollen sich Bürger beim Ortschaftsrat melden, die mitteilen möchten wo im Gemeindegebiet Hecken und Sträucher geschnitten werden müssen. In diesem Zusammenhang wies Bolg darauf hin, dass am gemeindlichen Häckselplatz kein Grüngut angeliefert werden darf. Sollte dies weiterhin der Fall sein, denkt man sogar über eine Schließung nach.

Auch in Kembach, wie in den anderen Ortsteilen, wird es keine Flächenlosversteigerung für Brennholz mehr geben nach dem tödlichen Unfall in Dörlesberg.

Allerdings wird weiterhin die Möglichkeit bestehen Polderholz und Kronenholz zu erstehen. Entsprechende Anfragen sind direkt an die beiden Förster Matthias Rösler und Frank Teicke zu richten.

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