Wertheim

Wohnstift Männer der Gruppe „Rentnerblech“ aus Großrinderfeld war zu Gast

Musikalischen Nerv der Senioren getroffen

Archivartikel

Hofgarten.Große Freude bereiteten die Männer der Gruppe „Rentnerblech“ aus Großrinderfeld den Bewohnern des Wohnstifts Hofgarten. Am Sonntag kamen sie mit Schlagzeug und sieben Blasinstrumenten und verbreiteten das Flair der Böhmischen Blasmusik. Coronabedingt, blieben die Musikanten außerhalb des Gebäudes. Per Mikrofon wurde ihr mehr als einstündiger Auftritt allerdings über die Hausanlage auf die vier Wohnbereiche übertragen.

Einige Bewohner platzierten sich auch so im Flur oder auf ihren Balkonen, dass sie die Musik nicht nur hören, sondern den Männern auch bei ihrem Spiel zuschauen konnten. „Das klingt genau wie bei Ernst Mosch“, fand eine Bewohnerin, andere erinnerten sich an die Musik auf Veranstaltungen, als noch das große Orchester der „Hartmänner“ in Wertheim tätig war. Polkas, Märsche und Walzer wechselten sich ab, viele Melodien wurden mitgesummt.

Die Begeisterung unter den Bewohnern war ungeteilt, von den Nichtinstrumentalisten bis hin zum „Fachpublikum“ ehemaliger Kapellenmitglieder. Ermöglicht wurde die Aktion durch Walter Scheurich, den Vorsitzenden des Mutterhausvereins, der seine Beziehungen spielen ließ und die Musiker aus Großrinderfeld engagierte. Die „musikalische Acht“, wie Scheurich sie bezeichnete, ließ sich auch nicht lange bitten und traf mit ihrer Musikauswahl offenbar genau den Nerv des Publikums.

Unmittelbar vorher traten sie bei der Johannesdiakonie auf, wo ein weit jüngeres Publikum ihnen applaudierte. Applaus gab es zum Schluss auch auf den Balkonen des Wohnstifts für die Männern von Rentnerblech unter der Leitung von Oskar Bach. Bewirtet wurden die Musiker von den Mitarbeiterinnen des Sozialen Dienstes.

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