Wertheim

Planung Neubaugebiet wird größer, die Erschließung erfolgt aber später als vorgesehen / Auch Mehrfamilienhäuser vorgesehen

Mondfeld bekommt mehr Bauplätze

Archivartikel

Umfassende Änderungen gibt es bei den Planungen für das Mondfelder Neubaugebiet. Es wird größer, aber später erschlossen.

Mondfeld. Ursprünglich sollte bereits in diesem Herbst die Erschließung der Erweiterung des Baugebiets Breitgewann in Mondfeld im Bereich des Mondsee erfolgen. Ergebnisse aus den vorbereitenden Planungen sorgten jedoch für eine Neuplanung.

Die Erschließung verschiebt sich auf das Jahr 2022. Eine gute Nachricht gibt es jedoch für alle Bauinteressenten des Gebiets. Es werden mehr Grundstücke zum Kauf zur Verfügung stehen. Ursprünglich sollte in einer Bürgerversammlung diesen Herbst über das weitere Vorgehen informiert werden. Diese musste wegen der Pandemie ausfallen.

Am 25. November hatte es eine nichtöffentliche Ortschaftsratssitzung in Form einer Videokonferenz mit dem Referat Stadtplanung der Stadtverwaltung Wertheim gegeben. Bei dieser wurde der derzeitige Planungsstand zur Erweiterung des Neubaugebiets Breitgewann besprochen.

Eher in Richtung Sportplatz

Der aktuelle Sachstand wurden den Mondfeldern in Kurzform im Mondfelder Informationsblatt „Möfelder Bote“ vorgestellt. „In einer sehr regen, knapp zweistündigen Diskussion brachten sich alle Ortschaftsräte in die Planung ein, damit Mondfelder Belange in den Entwurf des Bebauungsplans aufgenommen werden“, erklärt Ortsvorsteher Eberhard Roth zur Sitzung.

Thomas Müller, Leiter des Referats Stadtplanung und Umweltschutz, erklärte auf FN-Nachfrage: „Die ursprüngliche Planung sah vor, dass insgesamt 16 Baugrundstücke auf einer Fläche von circa 1,23 Hektar entwickelt werden sollen.“ Ein Teil der Baugrundstücke sei in Richtung Mondsee ausgewiesen worden.

„Nach Abschluss der ersten Umweltkartierarbeiten mussten wir feststellen, dass dies nicht sinnvoll ist.“ Deshalb habe man die Planung überarbeitet. „Die neue Planung sieht vor, dass rund 23 Bauplätze auf einer Flächen von circa 1,83 Hektar entwickelt werden sollen“, so Müller.

Das Baugebiet solle sich eher in Richtung Sportplatz und nicht in Richtung Mondsee entwickeln, so Müller. Wie Roth erklärt, hätten die unvorhergesehene Umweltauflagen die bisherige dreijährige Planung über den Haufen geworfen. Daher werde nun die Erweiterung des Neubaugebiets im südlichen Bereich des Areals erfolgen. Die Grundstücke werden entlang des schon vorhandenen Lärmschutzwalls zur L 2310 liegen. „Der Lärmschutzwall wird entsprechend verlängert und auf eine Höhe von bis zu vier Meter erhöht.“

Ab Ende 2022 sollen, laut aktuellem Vorentwurf, Baugrundstücke mit Größen von etwa 450 bis 590 Quadratmeter für Einfamilienhäuser und circa 630 Quadratmeter für Mehrparteiengebäude angeboten werden. „Die Ausweisung von Bauplätzen für Mehrfamilienhäuser ist nötig, um die Vorgabe des Regierungspräsidiums zu erfüllen, 60 Einwohner auf einem Hektar unterzubringen.“ Zu den Flächen der Baugrundstücke ergänzt er, der Ortschaftsrat habe beantragt, dass einige Bauplätze etwas kleiner zugeschnitten werden sollen, um auch Familien, die kleinere Grundstücke erwerben möchten, entgegenzukommen.

Zugleich solle die Anzahl der Mehrfamilienhäuser verringert und gleichzeitig dadurch mehr Grundstücke für Einfamilienhäuser geschaffen werden. „Zahlen hierzu und auch zu den endgültigen Grundstücksgrößen können erst genannt werden, wenn dieser Antrag in den Plan eingearbeitet ist.“ Derzeit gebe es 26 potenzielle Interessenten für Grundstücke. „Es waren jedoch schon 31. Die Zahl schwankt jedoch immer wieder, während neue Interessenten hinzukommen oder bisherige Interessenten wegfallen“, sagt der Ortsvorsteher.

Noch keine Preisangabe

Zum weiteren Vorgehen sagt Müller: „Während des Bebauungsplanverfahrens muss die Stadt Wertheim einen Bauflächenbedarfsnachweis führen. In diesem Zusammenhang werden auch die Größen der Baugrundstücke überprüft und entsprechend den Zielvorgaben des Regionalplanes Heilbronn-Franken angepasst.“

Auf dieser Grundlage könnten sich Verschiebungen bei den Grundstücksgrößen ergeben. Ob und wie dies der Fall sein wird, könne erst in den weiteren Planungen aufgezeigt werden. Das Bebauungsplanverfahren und die Erschließungsplanung werde 2021 durchgeführt. Roth stellt abschließend fest: „Zum Preis des Baulands kann erst mit der Vergabe der Erschließungsarbeiten eine Aussage getroffen werden.“

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