Wertheim

Schlankere Verordnung

Mindestabstand bleibt Maß aller Dinge

Wertheim.Die Landesregierung macht Tabula Rasa: Der seit 16. März entstandene Wildwuchs von Corona-Verordnungen wird gelichtet. Ab 1. Juli gilt eine neu gefasste Verordnung, die nicht nur klarer und kürzer, sondern auch verständlicher sein soll als bisher, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Die neue, „schlanke“ Corona-Verordnung gilt bis 31. August. Solange bleiben auch Abstandsregelungen und Maskenpflicht bestehen.

Mehr denn je sind die Bürger aufgerufen, Verantwortung für sich und die Gesundheit anderer zu übernehmen. „Die Einhaltung des Mindestabstandes ist das Maß aller Dinge“, betonte demnach Ordnungsamtsleiter Volker Mohr in der Sitzung des Corona-Lenkungsstabes der Stadt am Montag. „Dazu kommt das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung“, ergänzte er.

Welche Folgen ein punktueller Ausbruch haben kann, zeige das aktuelle Geschehen in Gütersloh. Das in vielen Bundesländern verhängte Beherbergungsverbot für Menschen aus dem betroffenen Landkreis hatte bereits Auswirkungen auf Gäste in Wertheim, berichtete Mohr von entsprechenden Fällen in Hotels und auf Campingplätzen.

Zu einer wirklichen Vereinfachung der Arbeit führe die neue Corona-Verordnung vor allem für Kommunen allerdings nicht, heißt es. Ab 1. Juli dürfen sich drinnen und draußen 20 Personen treffen. Bei privaten Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern ist ab 1. Juli kein Hygienekonzept mehr erforderlich. Durften bis Ende Juni an Veranstaltungen bis zu 100 Besucher teilnehmen, sofern sie feste Sitzplätze hatten, so erhöht sich diese Zahl ab 1. Juli auf bis zu 250 Personen. Voraussetzung ist außerdem, dass die Veranstaltung einem festgelegten Programm folgt. Damit sind Kulturveranstaltungen, Vereinstreffen oder Mitarbeiterversammlungen in größeren Rahmen wieder möglich.

Ab 1. August greift die nächste Stufe mit dann bis zu 500 Besuchern. Tanzveranstaltungen bleiben untersagt, Tanzaufführungen, Tanzunterricht und –proben hingegen sind möglich. Auch die Stadtverwaltung wird ab dem 1. Juli in eine „neue Form der Normalität“ eintreten. Regelungen, die sich bewährt haben, sollen beibehalten werden. So werden Bürger weiter gebeten, vor dem Besuch im Rathaus einen Termin zu vereinbaren. Das Bürger-Service-Zentrum arbeite nach wie vor im Schichtbetrieb mit getrennten Teams. Es müsse deshalb samstags geschlossen bleiben. stv

Zum Thema