Wertheim

Sitzung des Ortschaftsrats Ortsvorsteher verabschiedet / Wohnungen im Rathaus werden wieder vermietet und der kleine Sitzungssaal renoviert

„Martin Gillig hat Urphar geprägt“

Nach zehn Jahren als Ortsvorsteher wurde Martin Gillig verabschiedet und von seinem Nachfolger Detlev Dosch für sein Engagement gelobt. In der Ortschaftsratssitzung gab es auch andere Themen.

Urphar. Seit den Kommunalwahlen im Frühjahr dieses Jahres ist Detlev Dosch neuer Ortschaftsratsvorsitzender in Urphar. Zusammen mit Gerhard Horn, Wolfram Spott und Simon Koller ist er das Bindeglied der Einwohner zur Stadtverwaltung in Wertheim.

In der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates im Feuerwehrhaus oblag es ihm nun, seinen Amtsvorgänger Martin Gillig gebührend zu verabschieden. „Du hast lange Zeit Urphar geprägt“, lobte Dosch seinen Amtsvorgänger, der in den vergangenen zehn Jahren im Ortschaftsrat und als Ortsvorsteher viele Projekte angestoßen und auch abgeschlossen hatte. Gillig habe Urphar „sichtbar geprägt“.

Vor allem die Steigerung des Grundflächenbudgets nannte Dosch als herausragende Leistung seines Vorgängers. Mit dem angesparten Geld könne der jetzige Ortschaftsrat nun gut wirtschaften.

Aber auch die vielen Baugenehmigungen und der Straßenbau bleiben in Erinnerung. Zum Dank gab es für ihn einen Präsentkorb und für seine Frau einen Blumenstrauß. „Ich habe es gern gemacht“, bedankte sich Martin Gillig, der gestand, dass er die Verantwortung in den letzten zehn Jahren immer wieder gerne übernommen habe.

Zuvor hatte Dosch darauf hingewiesen, dass die beiden Wohnungen im Rathaus wieder zu vermieten seien, wenn die Renovierung abgeschlossen ist. In diesem Zusammenhang will die städtische Wohnbaugesellschaft auch den kleinen Sitzungssaal herrichten, und dort soll dann die öffentliche Bücherei untergebracht werden. Dosch rief nochmals dazu auf, entsprechende Bücher zu spenden.

Weiteres Thema war ein Ortsrundgang des neuen Ortschaftsrates, bei dem man sich über den Zustand der Straßen und den Bewuchs an Sträuchern und Bäumen informierte. Vor allem die Bäume und Sträucher sollen daraufhin in den nächsten Wochen beschnitten werden. Eine Bürgerin regte an, die gemeindlichen Wiesen und Sträucher erst zu Beginn des kommenden Jahres zu schneiden, da sie als Winterlager für Insekten und Kleingetier genutzt werden. Dies will der Ortschaftsrat berücksichtigen.

Gerhard Horn wies darauf hin, dass Revierförster Matthias Rösler mitteilte, dass es in diesem Jahr nicht möglich sein wird, im Gemeindewald Bäume selbst zu fällen. Sogenanntes Polderholz und Giebelholz ist allerdings in mehreren Ortsteilen verfügbar. Entsprechende Anfragen von interessierten Bürgern sollen direkt an ihn gerichtet werden. Die Beschilderung zur Wehrkirche, sowohl die offiziellen Straßenschilder als auch die kulturhistorische Beschilderung sollte erneuert und angepasst werden, so ein Vorschlag vom Ortschaftsrat und aus der Bevölkerung.

Dies will man intensiv angehen. Auch die Hinweise auf eingeschränkten Winterdienst sollen erneuert werden. Simon Koller berichtete kurz über das geplante FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) im Landkreis, das auch die Gemeinde Urphar betrifft.

Hier gebe es am 21. November ab 14.30 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde Wehrbach ein Informationsvortrag, bei dem man auch Widerspruch gegen geplante Maßnahmen einlegen kann.

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