Wertheim

Am Amtsgericht verhandelt Gegen Corona-Verordnung verstoßen

Mann muss Bußgeld zahlen

Archivartikel

Wertheim.Das Amtsgericht Wertheim verhandelte in zwei Ordnungswidrigkeiten-Verfahren gegen zwei Männer, wohnhaft in der Altstadt, die gegen Bußgeldbescheide der Stadtverwaltung Einspruch eingelegt hatten. Im ersten Fall ging es um den verbotenen Aufenthalt im öffentlichen Verkehrsraum, Gelände Schulzentrum Bestenheid, der damals, am 3. Juni, gegen 2.30 Uhr, zwecks Bekämpfung der Corona-Pandemie untersagt war.

Vorwurf im Fall zwei war verbotene Taubenfütterung in der Eichelgasse. Da es sich nach 2014 und 2015 um das dritte Mal handelte, hatte die Stadtverwaltung ein erhöhtes Bußgeld von 200 Euro vorgesehen.

Im Fall eins war die Polizei um 2.30 Uhr durch eine Anwohnerin des Schulzentrums gerufen worden, weil viele Personen Lärm machen würden. Zwei Streifenwagen fuhren zu der Stelle, und ein Teil der jungen Leute flüchtete, andere blieben.

Aussage von der Polizei widerlegt

In der Verhandlung war der Betroffene vom Erscheinen entbunden und ließ durch seinen Verteidiger vortragen, er sei dort zufällig hingekommen und die Polizei schon da gewesen. Diese Version widerlegte ein Polizist. Der Betroffene sei vor ihnen dort gewesen, man habe ihn weggeschickt, aber er sei zurückgekehrt. Es habe auch Kontakt zu den übrigen Anwesenden bestanden. So habe man die Personalien aufgenommen und Anzeige erstattet.

Nach dieser „präzisen Gegendarstellung“ stellte der Verteidiger die Höhe des Bußgelds ins Ermessen des Gerichts.Im Urteil blieb es beim Bußgeld von 150 Euro.

Die Taubenfütterung geschah im April und wurde von einer Nachbarin angezeigt. Der Betroffene, 56 Jahre, bestritt gegenüber der Richterin, aus einer Tasche Körnerfutter auf die Straße gestreut zu haben.

Die Nachbarin aber sagte als Zeugin glaubhaft gegen ihn aus. Wegen der wirtschaftlichen Verhältnisse des Betroffenen reduzierte die Richterin das Bußgeld auf 50 Euro. goe

Zum Thema