Wertheim

Amtsgericht Wiederholtes Schwarzfahren wird teuer

Mann muss 900 Euro Strafe zahlen

Wertheim.Ein Arbeiter aus Wertheim war im Januar und Februar dieses Jahres zwei Mal ohne Fahrschein im Regionalexpress Frankfurt-Aschaffenburg unterwegs. Die Fahrscheine von der Haltestelle vor der Kontrollstelle bis zu der danach kosteten zusammen 6,90 Euro. Dazu verlangte die Deutsche Bahn eine Nacherhebungsgebühr, welche wegen Rückfälligkeit erhöht ausfiel, jeweils 65 Euro. Absichtliches Fahren ohne Fahrschein ist eine Straftat, und so musste sich der 34-Jährige vor dem Amtsgericht verantworten.

Der Angeklagte bestritt in der Verhandlung die Absicht, aus Zeitmangel habe er vor dem Einstieg keine Fahrkarte für den Rhein-Main-Verbund (RMV) kaufen können. Eine Karte für die Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain, (VAB), gültig ab Kahl bis Wertheim, habe er besessen. Der Beschuldigte ist mehrfach wegen Erschleichung vorbestraft, 2011 sowie zwei Mal 2019. Zum anderen hätte er sich übers Internet eine Fahrkarte beschaffen können, und letztlich bestand die Möglichkeit, sofort bei der Zugbegleiterin eine Fahrkarte zu erstehen.

Die Dame sagte als Zeugin, dann hätte sie auf eine Anzeige verzichtet. Das werde von Kollegen unterschiedlich gehandhabt. Im Einzelnen konnte sie sich nicht mehr an den Fall erinnern, „ausfällig“ sei der Angeklagte nicht geworden.

Die Staatsanwaltschaft beantragte wegen Uneinsichtigkeit und der vielen Vorstrafen (weitere wegen Betrugs, Diebstahls, Drogen) drei Monate mit Bewährung.

Das Gericht beließ es bei einer Geldstrafe und verhängte gegen den 34 jährigen Mann wegen Erschleichung von Leistungen eine Strafe von 30 Mal 30 Euro. Der Beschuldigte nahm das Urteil an. goe

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