Wertheim

Großer Feuerfalter Naturschützer informieren über Population auf dem Reinhardshof

Leuchtende Farbe kaum zu übersehen

Archivartikel

Reinhardshof.Jeder, der diesem Schmetterling begegnet, ist fasziniert vom intensiv leuchtenden Orange der Flügeloberseite des Männchen. Schon von weitem kann man den Falter im Gras oder beim Blütenbesuch entdecken. Kaum ein anderer Bläuling hat eine so intensive Färbung wie dieser einzigartige Schmetterling: der Große Feuerfalter. Wie die Nabu-Ortsgruppe Wertheim informiert, ist ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge.

In Unterfranken fliegt dieser Schmetterling in zwei Generationen von Mai bis Juni sowie von Ende Juli bis Anfang September. Der Falter ernährt sich von zahlreichen Blüten. Oft kann man ihn in Brachflächen entlang von Gräben oder an feuchten Stellen entdecken. Am Abend ruht der Bläuling bevorzugt an großen, stabilen Grashalmen.

Folgt klimatischen Veränderungen

Das Bild zeigt das größere Weibchen (links) und das kleinere Männchen (rechts). Das Weibchen trägt auf der Flügeloberseite eine Reihe dunkler Flecken, die dem Männchen bis auf zwei kleine schwarze Punkte fehlen. Die Flügelunterseite ist bei beiden Faltern identisch gezeichnet.

Nach Angaben des Nabu existiert auf dem Reinhardshof das größte Vorkommen vom Großen Feuerfalter in Süddeutschland. Mit ziemlicher Sicherheit habe der Schmetterling vom Reinhardshof kommend den Main bei Kreuzwertheim überquert und wurde so bereits in zahlreichen Gebieten im Spessart nachgewiesen. Der Falter ist überaus mobil und folgt den klimatischen Veränderungen. Stabile Populationen setzen einen intakten Lebensraum voraus, der ausreichend groß ist und ein reiches Angebot an Nahrungspflanzen bietet.

Auf dem Reinhardshof findet der Große Feuerfalter laut Nabu optimale Voraussetzungen. Durch die gezielte Suche nach Eiern am Krausen Ampfer (Rumex crispus), sowie dem Stumpfblättrigen Ampfer (Rumex obtusifolius), sei der Falter in den vergangenen Jahren auf nahezu allen unbebauten Brachflächen sehr zahlreich nachgewiesen worden.

Geschützte Art

Hierbei waren sowohl die Blattober- als auch die Blattunterseite der Futterpflanze mit Eiern belegt. Die junge Raupe frisst von der Blattunterseite Löcher in die Blätter. Am Tag ruht sie auf der Mittelrippe des Blattes. Die Raupe der zweiten Generation überwintert als Jungraupe und verpuppt sich im Frühling.

Der Falter sei streng geschützt, heißt es weiter, als Art für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen sowie als streng zu schützende Art von gemeinschaftlichem Interesse. „Die Erhaltung von einem intakten Lebensraum wie dem Reinhardshof sichert dem Großen Feuerfalter und zahlreichen weiteren Arten das Überleben“, so der Nabu.

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