Wertheim

Kompaktkurs Hospiz- und Palliativdienst St. Veronika der Malteser in Bestenheid möchte Grundwissen für Betreuung zuhause vermitteln

„Letzte Hilfe“ für Angehörige

Archivartikel

Wertheim.Das Lebensende und das Sterben machen die Mitmenschen oft hilflos. Obwohl die meisten Menschen sich wünschen, zuhause zu sterben, stirbt der größte Teil der Bevölkerung in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Viele wissen zwar, wie man im Notfall „Erste Hilfe“ leistet. Aber wie einen Menschen begleiten, der im Sterben liegt?

Wie kann man „Letzte Hilfe“ leisten, wenn Sterben immer noch ein Tabuthema ist? Die meisten reagieren deshalb mit Ratlosigkeit, wenn Freunde oder Angehörige im Sterben liegen, und haben Hemmungen, sich mit dem Thema zu befassen. Unterstützung bietet der ambulante Hospiz- und Palliativdienst St. Veronika der Malteser in Bestenheid: In einem vierstündigen „Letzte-Hilfe“-Kompaktkurs können die Teilnehmer lernen, was Menschen am Ende des Lebens guttut.

Das Team möchte mit dem Kurs Grundwissen vermitteln und dazu ermutigen, sich Schwerkranken und Sterbenden intensiv zuzuwenden. Ganz praktisch wird dabei gezeigt, welche körperlichen, seelischen und geistigen Prozesse beim Sterben auftreten können und wie man Leid lindern kann. Unter der Leitfrage „Was tut jetzt im Moment gut?“ lernen die Kursteilnehmer beispielsweise, was sterbenden Menschen bei Atemnot, Übelkeit oder Durst hilft. Mit dem Basiswissen aus den Kursen sollen mehr Menschen den Mut haben, ihre Angehörigen bis zum Tod zu Hause zu betreuen.

„Letzte Hilfe“ richtet sich an alle Interessierten, die sich über die Themen rund um das Palliativversorgung, Sterben und Tod informieren wollen. Der Kurs ist das Basiswissen für eine sorgende Gesellschaft und wendet sich an Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Betriebe und ist in erster Linie geeignet für Menschen ohne Fachkenntnisse!

Der Kurs findet am Samstag, 10. Oktober, von 10 bis 14 Uhr in der Dienststelle im Haslocher Weg 30 in Bestenheid statt. Anmeldungen unter 0171/8651116 oder an sabine.roth@malteser.org per E-Mail. Der Kurs ist begrenzt auf 10 Teilnehmer. Weitere Infos gibt es unter www.letztehilfe.info online.

Zum Thema