Wertheim

Jubelkonfirmation Große Schar fand sich zum Gottesdienst in der Sachsenhäuser Kirche ein

Lebendige Erinnerungen

Archivartikel

Sachsenhausen.Die eigene Konfirmation und die Zeit der intensiven Vorbereitung gehört zu den Lebensereignissen, die man nie vergisst. So ist es auch bei den Jubelkonfirmanden, die am Sonntag in der Leonhards-Kirche Sachsenhausen Gottesdienst feierten. Sie stammten aus Sachsenhausen, Dörlesberg, Vockenrot und einige auch aus Külsheim.

Viele der 24 anwesenden Jubelkonfirmanden wohnen noch in der Region, andere nahmen einen weiten Anfahrtsweg zum Beispiel aus Königswinter in Nordrhein-Westfalen auf sich, um dabei zu sein und alte Freunde aus der Jugend zu treffen. Ihre Konfirmationen fanden zwischen 1949 und 1969 statt, die Erinnerungen daran sind aber noch sehr lebendig.

1954 habe man vor dem Konfirmationsunterricht in Sachsenhausen erst einmal den Ofen anschüren müssen, erzählte ein eiserner Jubelkonfirmand. Im Jahr 1949 gehörten zu den Konfirmanden in Sachsenhausen auch vier Jugendliche aus Külsheim. Ihr Konfirmandenunterricht fand in ihrer Heimatstadt statt. „Der Pfarrer kam mit dem Motorrad“, erinnerten sie sich. Zur Konfirmation fuhr man mit der Pferdekutsche in die Sachsenhäuser Kirche. Besondere Erinnerungen hatten die goldenen Jubelkonfirmanden an ihre große Konfifreizeit im Schwarzwald. Damals waren erstmals Jugendliche aus vielen Pfarrgemeinden rund um Wertheim dabei. Pfarrer Lötsch, der die Jubilare damals in Sachsenhausen konfirmierte, stammte aus dem Schwarzwald. „Bei einer Wanderung während der Freizeit haben wir uns verlaufen, der Sohn von Pfarrer Lötsch habe dann gemeint, dies sei typisch für seinen Vater“, erzählten die Jubilare, die damals dabei waren.

Nicht immer war das Wetter den Konfirmanden hold. So sei es im März 1969 sehr kalt gewesen und es habe Schnee gelegen, im April 1954 gab es kalten Schneeregen. „Beim Gesangbuch war das goldene Band total nass.“

Der Jubelgottesdienst am Sonntagvormittag wurde von Pfarrer Ortwin Engler zelebriert. Er griff dabei die Jahreslosung auf. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Chor Jubilate (Leitung Anne Joas). Die Gesänge der Gemeinde wurde von Werner Flicker an der Orgel begleitet.

Als Erinnerung erhielten die Jubilare eine Anstecknadel sowie eine Urkunde mit dem Bibelspruch Johannes 8,12. Nach dem Gottesdienst trafen sich die Jubilare auf dem Friedhof, um ihren bereits verstorbenen Mitkonfirmanden zu gedenken. Ihre Goldene Konfirmation (Konfirmation 1969) feierten am Sonntag: Helmut Scheurich, Manfred Semmler, Hermann Winkler, Ursula Wolz, Irmgard Mattern (geborene Beck), Edith Walter (geborene Diehm), Waltraud Hauck (geborene Pfleger) und Karin Garrecht (geborene Lotz).

Ihre diamantene Konfirmation (Konfirmation 1959) begingen Christa Ballweg (geborene Kirchner) und Heidelore Schreiber (geborene Rundel). Auf die eiserne Konfirmation (Konfirmation 1954) blickten zurück Kurt Schreiner, Rudi Englert, Joachim Nichelmann, Wolf Ricker, Werner Ries, Rudolf Puhr, Erna Schaber (geborene Diehm), Gertrud Ruck (geborene Schäfer) und Helga Nitschky (geborene Schreiner).

Die besondere Ehre der Gnadenkonfirmation wurde Elfriede Freudenberger (geborene Garrecht), Friedhilde Keller (geborene Kirchner), Ewald Kirchner, Irma Behl (geborene Roos) sowie Robert Spettel zuteil. Sie wurden im Jahr 1949 konfirmiert. bdg