Wertheim

Ortschaftsrat In Waldenhausen Projekt „Stadtgrün naturnah“ vorgestellt

Langfristige Wirkung gefordert

Waldenhausen.Im Rahmen der Ortschaftsratsitzung in Waldenhausen stellte Christoph Häfner, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Wertheim, das Projekt und Label „Stadtgrün naturnah“ vor. Ziel des Projekts ist es, mehr biologische Vielfalt im Optimalfall mit weniger Aufwand zu schaffen.

Zur Auszeichnung gehören die Handlungsfelder Grünflächenunterhaltung mit Baum- und Strauchpflege, Interaktion mit Bürgern sowie Zielsetzung und Planung. Aktuell befindet man sich in der Phase der Maßnahmenplanung. Auf deren Basis wird der Gemeinderat im Frühjahr 2021 einen Maßnahmenplan beschließen.

Als Projektbeispiele für Waldenhausen nannte er die Aktion „100 Bäume für Waldenhausen“, gemeinsame Pflanzaktionen mit den Kindergärten und Herstellung von Samenbomben mit deren Kindern, Schaffung von Blühflächen auf zuvor intensiv gemähten Rasen, Reduzierung der Mahdhäufigkeit, Stehenlassen von Säumen entlang von Wiesen und um Bäume und Verzicht auf Pestizide, Mineraldünger und torfhaltige Blumenerde.

Ortschaftsrat Nils Ries betonte, auf den Ortschaften habe man ein anderes Verständnis für das Thema als in der Stadt. Die Kernstadt solle hier mit gutem Beispiel vorangehen.

Kritik wurde in der Sitzung zum Beispiel an den Blumenkübeln mit Zierpflanzen statt heimischer Stauden in der Altstadt geübt. Laut Marlise Teicke gehören diese aber zum Preis für den Stadtmarketingverein. Der Verein habe auf die Pflanzen wohl keinen Einfluss gehabt.

Angeregt wurde weiterhin, rasch bei den großen Unternehmen in Wertheim dafür zu werben, ihre Grünflächen naturnah zu gestalten. „Waldenhausen ist ein schön grüne Oase“ wurde mehrfach von Bürgern und Räten betont. Patenstadtrat Christian Ulzhöfer hob zudem die ökologische Bedeutung des Gebiets am Walzenberg hervor.

Ralf Herr betonte, es sei wichtig, dass die Maßnahmen langfristig erhalten bleiben und nicht nur für drei Jahre Projektlaufzeit. Er appellierte an die Wiesenbesitzer, nicht zu oft zu mähen und zu mulchen. Erfreut nahm das Gremium zur Kenntnis, dass Maßnahmen im Rahmen des Projekts Stadtgrün im laufenden Jahr mit 2000 Euro gefördert werden können. Umgesetzt werden sollen diverse Projekte.

Zum einen sollen für jeden Kindergartenjahrgang, der die drei Kindergärten im Dorf verlässt, ein oder mehrere Bäume als Erinnerung an die Kindergartenzeit gepflanzt werden. Ortsvorsteher Lang betonte, es sei außergewöhnlich, dass ein Dorf mit 395 Einwohnern drei Kindergärten habe. Ziel sei es diese noch besser zu vernetzen und ins Dorfleben zu integrieren. In einem zweiten Projekt werden die Kindergartenkinder gemeinsam „Samenbomben“ herstellen. bdg

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