Wertheim

Kirchenbezirk Wertheim Spezielle Dankeschön-Veranstaltung für ausgeschiedene Älteste und Kirchengemeinderäte

Kundenkarte für Gottesdienstbesucher

Kembach.Viele Jahre mitgearbeitet und mitgedacht, zahlreiche Gottesdienste und Veranstaltungen geplant und gefeiert: das verdient große Wertschätzung und Anerkennung. Die Rede ist von den Ältesten und Kirchengemeinderäten, die gemeinsam mit dem Pfarrer oder Pfarrerin ihre Gemeinden geleitet haben. Gerade wurden die bisherigen Ältesten verabschiedet, neue gewählt und in ihr Amt eingeführt. Den Ältesten wurde zwar bereits in ihren Gemeinden gedankt, doch Schuldekanin Cornelia Wetterich wollte dies noch einmal ausdrücklich auch im Namen des Kirchenbezirks Wertheim tun. Zusammen mit Dekan-Stellvertreter Oliver Habiger und Ekkehard Hüneburg (Vorsitzende der Bezirkssynode) lud sie deshalb die Ältesten zu einem festlichen Abend ein. Auch Bezirkskirchenräte und Synodale kamen.

Der Abend begann mit einem Gottesdienst in der Kembacher Kirche. Dort wurden die Ehrenamtlichen aus fast allen Gemeinden von Cornelia Wetterich, Pfarrerin Carolin Knapp, Pfarrer Christoph Brandt und Gemeindediakonin Petra Herold herzlich begrüßt. Brandt und Knapp zählten in der Predigt die Früchte auf, die aus der Arbeit der Ältestenkreise hervor gegangen sind.

Die lange Liste reicht von zahlreichen Jubiläen der Kirchen und Kindertagesstätten über Gottesdienste an besonderen Orten (wie beispielsweise im Schlösschen im Hofgarten, an der Tauber, auf Wiesen und unter Lindenbäumen), über viele Feste, die gefeiert wurden (besonders zum 500-jährigen Reformationsjubiläum) und die Bildung neuer Gruppen. Natürlich gab es auch Enttäuschungen, Vakanzen mussten ausgehalten werden. Doch es war keine verlorene Zeit. Viele Früchte seien entstanden, Früchte, die gut schmecken. Symbolisch dafür biss Pfarrerin Carolin Knapp in einen rotbackigen Apfel.

Lachsalven statt Workshop

Nach dem Gottesdienst war der Weg zur Kembachtalhalle mit Fackeln hell erleuchtet. Dort erwartete die Ehrenamtlichen ein leckeres Essen. Es folgte der Höhepunkt des Abends. Denn es hatte sich hoher Besuch angekündigt. Drei Damen vom EOK wollten mit den Anwesenden einen interaktiven Workshop durchführen.

Doch bald stellte sich heraus, dass es sich vielmehr um das „EOK“ handelte, das Evangelische Oberrheinische Kirchenkabarett. Und das sind Monika Rudolph, Cornelia Schmidt und Claudia Zoller aus Kenzingen.

Sie gewährten auf ganz besondere Art einzigartige Einblicke in das kirchliche Innenleben. Auf besondere Herausforderungen wussten sie ganz spezielle Lösungen. Aus der Frage „Wie bekommen wir wieder mehr Menschen in die Kirche?“ wurde kurzerhand das Motto: „Geh aus mein Herz und such die Leut’.“ Um den Service in der Kirche zu verbessern, nannten sie die sieben P des Marketing-Mix.

Dazu gehören Personal, Predigt, Produkt, Place, Preis (in der Kirche: Klingelbeutel-Preispolitik), Physical Evidence und Promotion. Von EOK gab ganz neuartige und leicht anwendbare Vorschläge und Ideen. „Warum es nicht so machen wie andere Firmen und eine Kundenkarte an die Gottesdienstbesucher ausgeben?

Beim Besuch von 30 Gottesdiensten bekommt der Besucher die Gold-Card. Er bekommt dann einen Platz in der ersten Reihe mit Sitzunterlage und das Abendmahl am Platz. Bei 50 Besuchen gibt es die Platin-Card. Zu den bisherigen Privilegien kommt noch der Hausbesuch des Pfarrers einmal in der Woche und am Geburtstag der Besuch des Posaunenchors.“

Und wie fühlt man sich als stolze Besitzerin einer Platin-Card? Claudia Zoller teilte ihre Empfindungen in einem Lied mit. Den alten Schlager „So ein Mann, so ein Mann, der zieht mich unwahrscheinlich an“ von Margot Werner bezog sie auf den Pfarrer im Talar.

Die Verantwortlichen vom Kirchenbezirk trafen mit ihrem Programm, inklusive Kabarett, den Geschmack der Ältesten und Synodalen. Das zeigten die zahlreichen positiven Rückmeldungen und der lang anhaltende Applaus. phe

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