Wertheim

Pater-Alois-Grimm-Schule in Külsheim Großer Andrang bei der Betriebspraktikumsausstellung in der Festhalle

Kontaktbörse für Schüler und Firmen

Die Betriebspraktikumsausstellung der Külsheimer Pater-Alois-Grimm-Schule erwies sich als funktionierende Schnittstelle zwischen Schule und Beruf.

Külsheim. Schüler ab der siebten Klasse trafen sich bei der Veranstaltung am Donnerstagabend in der Festhalle zu Gesprächen mit Vertretern von 18 Firmen aus der Region und mit weiteren Kooperationspartnern. Das Moderatorenduo Pia Götzelmann und Oskar Bohnet sagte bei der Begrüßung, der Satz im ersten Lied der Schulband „Du bist der Meister deiner Zukunft“ spiegele das Konzept der Pater-Alois-Grimm-Schule (PAGS) zur Berufsvorbereitung wider. Für ihre Konzeption sei die PAGS als „starke Schule“ ausgezeichnet worden. Nun stehe das Konzept im Mittelpunkt des Abends.

Lernpartner der siebten Klassen berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Berufsvorbereitungskonzept, das durch Praktika die Möglichkeit gebe, in viele Berufe hineinzuschnuppern und viele Betriebe kennenzulernen. Sinja Ditscheid (9c) erzählte von ihrem Auslandspraktikum in Frankreich.

Schulrektor Udo Müller freute sich über die vielen beteiligten Firmen und darüber, dass auch ehemaliger Lernpartner gekommen waren. Er unterstrich, die Schule kümmere sich um den richtigen Schulabschluss der Jugendlichen und darüber hinaus um Vorbereitungen für deren berufliche Zukunft.

Wie Müller erklärte, begleiten die Kinder in der fünften Klasse ihren Vater oder ihre Mutter einen Tag lang in deren beruflichem Umfeld. In der sechsten Klasse absolvierten die Schüler ein Tagespraktikum. In der siebten Klasse folge ein Sozial- und/oder Betriebspraktikum, um die eigenen Interessen besser verfolgen zu können. In der neunten Klasse gebe es weitere berufsvorbereitende Maßnahmen sowie ein zweiwöchiges Betriebspraktikum. In der zehnten Klasse seien freiwillige Praktika möglich.

Unterstützung

Der Rektor betonte: „Wir unterstützen in jeder Richtung. Das ist unsere Aufgabe“. Zur Abrundung des Konzeptes und als jährlichen Höhepunkt organisiere man die Betriebspraktikumsausstellung.

Die Möglichkeit, mit Vertretern von Unternehmen und Einrichtungen Kontakte zu knüpfen, wurde von den Schülern intensiv genutzt. Mit dabei waren beispielsweise Tamino Demel und Aaron Eisenhauer. Sie erkundigten sich bei den Firmen danach, was diese herstellt, welcher Abschluss für welchen Beruf Grundlage ist und ob in den Ferien ein Praktikum möglich sei, wie lange die Ausbildung dauert und was ein Ausbildungsjahr alles beinhaltet. Wie Familie Zeltner sagte, habe der Sohn, der in die siebte Klasse geht, noch keine konkreten Vorstellungen, welchen Beruf er einmal ergreifen wolle. Bei der Ausstellung könne man gemeinsam den Blick entsprechend schärfen. Die „Lerngruppen 8“ hatten sich Gedanken darüber gemacht, wie ein Bewerbungsgespräch ablaufen könnte und dazu positive sowie negative Beispiele in einem Film zusammengefasst.

Olivier Stöckle von den Vereinigten Spezialmöbelfabriken Tauberbischofsheim war ein Vertreter der Unternehmen. Wie er sagte, sei seine Firma immer bei dieser Veranstaltung dabei. Denn diese sei gut durchdacht und organisiert. Man könne gut Kontakte knüpfen zu künftigen Praktikanten, von denen sich dann auch welche um einen Ausbildungsplatz bewerben.

Marcel Höfert, der die PAGS selbst besucht und mit dem Realschlussabschluss in der Tasche verlassen hat, knüpfte einst bei einer ähnlichen Veranstaltung Kontakte mit der Firma Pink. Inzwischen ist inzwischen dort im zweiten Lehrjahr beschäftigt und Ansprechpartner für jüngere, vormalige Mitschüler.

Jule Hofmann und Salome Christ ordnen nach ihrem Rundgang durch die Ausstellung ihre Gedanken neu. Im Gespräch mit den FN berichten sie von ihrem Interesse an sozialen Berufen. Entsprechend haben sie bestimmte Firmen gezielt angesprochen. Die Gespräche fanden sie „echt gut“. Groß ist ihre Freude darüber, Praktikumsplätze für dieses Halbjahr bekommen zu haben.

Patrick Münkel, Co-Koordinator der Veranstaltung, zeigt sich „hoch zufrieden“ mit dem Ablauf. Es gebe so viele Kooperationspartner wie nie zuvor und damit auch manche, die erstmals dabei sind. Man habe das Angebot auf den Pflege- und den Erzieherbereich erweitern können. Eine Zeile eines weiteren Liedes der Schulband traf die Gedanken vieler Besucher: „Wir können alles schaffen. Wir müssen nur wollen.“ hpw

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