Wertheim

Verordnung des Landes

Konsequente Umsetzung

Archivartikel

Wertheim.Die neue Rechtsverordnung des Landes zur Eindämmung der Corona-Pandemie war bestimmendes Thema in der Sitzung des Lenkungsstabs der Stadtverwaltung am Mittwoch. Die Leitung hatte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez übernommen, wie aus einer Pressemitteilung der Stadt hervorgeht. „Wir werden die neuen Bestimmungen des Landes in Wertheim konsequent umsetzen“, betonte der OB. Man sei sich der großen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und auch der wirtschaftlichen Auswirkungen auf Einzelhandel und Gastronomie bewusst. Der Schutz der Gesundheit habe jetzt oberste Priorität.

Quasi über Nacht hat das Land unter anderem die Schließung von Geschäften in großem Umfang angeordnet. In einem Katalog sind Geschäfte und Dienstleister aufgelistet, die zur Sicherstellung der Grundversorgung weiterhin in Betrieb bleiben können.

Im Ordnungsamt stand am Vormittag das Telefon nicht still. Wie Referatsleiter Volker Mohr berichtete, hätten viele Geschäftsinhaber nachgefragt, ob und in welchem Umfang sie betroffen sind. Den ganzen Mittwoch über waren Mitarbeiter des Ordnungsamts in der Stadt unterwegs, um die neuen Bestimmungen im Gespräch zu erläutern. Ab Donnerstag, so wurde im Lenkungsstab vereinbart, werde das Ordnungsamt in Abstimmung mit der Polizei die Einhaltung der Regelungen kontrollieren.

Neu ist die vom Land verordnete Schließung von Spiel- und Bolzplätzen. Die Bauverwaltung wird das Verbot in einem ersten Schritt mit Schildern kenntlich machen.

Veranstaltungen und Versammlungen sind generell untersagt. Für Beerdigungen hat dies zur Folge, dass Trauerfeiern in städtischen Friedhofshallen nur noch im engsten Familienkreis stattfinden können.

Die zur Eindämmung der Pandemie verordneten Maßnahmen gelten zunächst bis 19. April und haben Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche. Besonders im Blick behalten will die Stadt dabei ältere, alleinstehende oder aus anderen Gründen hilfsbedürftige Menschen. Sie sollen bei der Vermeidung von sozialen Kontakten unterstützt werden, zum Beispiel durch Übernahme von Einkäufen, durch den Gang zur Apotheke oder andere Besorgungen. Oberbürgermeister Herrera Torrez kündigte die Einrichtung einer Koordinierungsstelle „Nachbarschaftshilfe Wertheim“ an. Das Konzept wird in den nächsten Tagen erarbeitet. Bestehende private Initiativen sollen eingebunden werden. stv

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