Wertheim

Betreuung Die Erzieherinnen der Kindertagesstätten in Mondfeld und Kreuzwertheim organisierten kreative Aktionen

Kitas halten Kontakt zu den Kleinen

Archivartikel

Viele Kinder wünschen sich wieder zurück in ihren Kindergarten zu dürfen. Damit der Kontakt zu den Einrichtungen bleibt, haben die Erzieherinnen viele kreative Aktionen umgesetzt.

Mondfeld/Kreuzwertheim. Eine Schatzsuche zu den Lieblingsorten seiner Kinder bot der katholische Kindergarten Mondfeld seit Mitte vergangener Woche. Bereits zuvor hatte man den Kindern der Einrichtung und deren Familien verschiedene Angebote gemacht.

„Die Rallye ist eine Abwechslung für die Kinder, da sie keine Möglichkeit haben in ihre Einrichtung zu gehen“, berichtete Kiga-Leiterin Liselotte Rauch im FN-Gespräch über die Ziele der Aktion.

Die Schatzsuche in der Form der Rallye mache dem Nachwuchs Spaß. „Außerdem bewegen sie sich dafür an der frischen Luft.“ Die Wege zu den vier Stationen sollten nicht zu lange sein, so dass schon die jüngsten Kinder der Einrichtung ab zwei Jahren mitmachen konnten. Start war beim beliebten Kletterbaum auf der Wiese bei der Maintalhalle, an der auch der Kindergarten liegt. Rätsel führten zu weiteren Stationen, unter anderem der Mariengrotte. „Dort kommen wir immer bei unserer Wanderung an den Waldtagen vorbei, im Winter waren wir am Berg dort auch schon Schlittenfahren.“

An jeder Station wartete ein kleiner Schatz auf die Kinder. So gab es unter anderem Gummibärchen oder Halbedelsteine als Belohnung für die Suche. Am endgültigen Ziel gab es neben der Schatztruhe auch eine Liste, in der man sich als Rätsellöser eintragen konnte. „Fast alle der 32 Kinder machten mit“, freute sich Rauch. Lob für die Aktion gab es laut der Leiterin auch vom Elternbeirat. Schon am ersten Tag hätten viele Kinder mit großem Spaß zusammen mit Eltern und Geschwistern mitgemacht.

Neben der Schatzsuche bot man in den letzten Wochen verschiedenste weitere Möglichkeiten. „Wir haben den Kindern Bastelmaterialien mit Anleitung direkt in den Briefkasten geworfen“, Liselotte Rauch. Auch Osternester wurden vor die Tür des Nachwuchses gestellt. Vor dem Eingang des Kindergartens konnten sich Eltern zeitweise Bücherpakete und Bastelpakete für verschiedene Altersklassen anbieten. Zudem drehen die Erzieherinnen Videobotschaften mit Gesang und Mitmachspiele für die Kinder. „Diese werden vom Elternbeirat via WhatsApp verteilt.“

Außerdem legen die Familien gemeinsam kontaktlos eine bunte Steinschlange vor die Einrichtung. „Wir bieten den Eltern jeden Werktag zwei Stunden eine telefonische Sprechstunde an, die auch einige nutzen.“

Dank sprach Liselotte Rauch allen Eltern und den Kindern aus. So erhielten die Erzieherinnen ein süßes Überraschungspaket von den Familien und die Kinder malten und bastelten für ihren Kiga. Es sind an der Eingangstür viele Bilder zu sehen, die die einhellige Meinung der Kinder deutlich machen: „Wir vermissen euch!“ Liselotte Rauch erklärte: „Wir werden weitere Aktionen durchführen, solange nur die Notgruppe besteht.“

Mitmachaktion

Bei der neusten Mitmachaktion der evangelischen Kindertagesstätte Turnplatzstraße Kreuzwertheim will man den Eingangsbereich erblühen lassen. Die Kitakinder können am Kinderwagenstellplatz außerhalb des Kitagebäude an einem Tisch Sonnenblumensamen und bebilderte Pflanzanleitungen abholen. Die Blumen werden rund um einen Baum beim Eingang der Einrichtung gepflanzt.

Jedes Kind kann ein Holzstäbchen mit seinem Namen dazu stecken, so dass es die Blumen wiederfindet. „Die Kinder können immer wieder an der Einrichtung vorbeikommen und schauen wie ihre Sonnenblume wächst“, berichtete Kita-Leiterin Simone Fröber . So fördere man auch den Kontakt zur Einrichtung. „Die Familien können klingeln und wir reden dann durch das Fenster miteinander“, erklärt die Erzieherin.

Für Sonnenblumen sei gerade Pflanzzeit, und sie sehen gut aus, begründete sie die Wahl der Blumensorte. Begonnen hat die Aktion am 30. April. „Wir haben die Eltern per E-Mail und Facebook informiert.“ Über die große positive Resonanz von Anfang an war Simone Fröber überrascht. Bis Montagvormittag hatten bereits 22 der 68 Kinder ab einem Jahr mitgemacht.

„Jedes Kind der Einrichtung kann zusammen mit seiner Familie eine der Blumen pflanzen.“ Eltern hätten die Idee in Gesprächen gelobt, die Kinder seien stolz auf ihre Pflanze. Neben der Pflanzaktion nutzt die Kita zahlreiche weitere Möglichkeiten mit ihren Kindern und Familien in Kontakt zu bleiben.

Aktuell gibt es gegen Vorbestellung für die Kitakinder und ihre Väter Bastelpakete für den Muttertag. Die Kinder sendeten der Kita gemalte Grüße, die draußen aufgehängt wurden. Außerdem malen die Kinder auf Bildern für ihren Portfolio-Ordner, was sie aktuell erlebt haben. „Wir geben jedem Kind eine direkte Rückmeldung zu deren Erlebnissen. So spüren sie, dass wir an sie denken.“ Man müsse Eltern und Kinder in dieser Zeit gut begleiten.

Zur Information und Kontaktaufnahme setzt der Kita vor allem auf digitale Methoden. An jedem Kita-Tag nehmen die Erzieherinnen ein Video auf, in dem sie ein Bilderbuch vertonen. Dieses erhalten die Familien über das Internet.

Ebenso gibt es an jedem Kita-Tag eine E-Mail mit Infos und Links. Zweimal die Woche versendet man in diesem Rahmen auch umfangreiche Infosammlungen zu unterschiedlichen Themen die den Nachwuchs interessieren mit Spielen, Sachwissen und Basteltipps. Neu aufgelegt hat man auch eine Kita–Aktion von vor Coronazeit. Eltern und Kinder drehten damals gemeinsam Trickfilme.

„Dies machen sie nun zu Hause und senden sie uns.“ Außerdem plant man eine Schatzsuche unterstützt durch digitale Technik. Der hohe Einsatz digitaler Technik kommt auch daher, dass die Kita Turnplatzstraße eine von 100 Teilnehmer des bayerischen Programms „digitale Kita“ zur Medienbildung ist.

„Die Resonanz der Familien ist sehr positiv und es gibt eine hohe Beteiligung an allen Aktionen, auch die Videos werden oft heruntergeladen“, stellte Simone Fröber abschließend erfreut fest.

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