Wertheim

Kunst Wertheimer Konzeptkünstler Ottmar Hörl zieht Besucher des Weltkulturerbes Völklinger Hütte in den Bann

King Kong dient als Metapher

Dietenhan/Völklingen.Im Weltkulturerbe Völklinger Hütte – Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur, zieht eine neue überdimensionale Gorilla-Skulptur des Konzeptkünstlers Ottmar Hörl, der auch in Dietenhan wohnt, Besucher in den Bann: „King Kong“.

Hörl stellte die zehn Meter hohe Figurper Kran ins „Paradies“, den Industrie-Landschaftsgarten auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei des früheren Eisenhüttenwerks. Dauerhaft installiert, bildet die Figur den neuestes künstlerischen Beitrag zur „5. UrbanArt Biennale® 2019 Unlimited“.

Zustand der Gesellschaft

„Die Skulptur ,King Kong’ steht als aktuelle, zugleich zeitlos universelle politische Metapher stellvertretend für die dunkle, die ambivalente, die zerstörerische, die unberechenbare Seite menschlicher Natur. Auch wenn ich die Kreatur respektvoll dargestellt habe, hat sie doch etwas Befremdliches, etwas Gefährliches an sich. Das Werk bietet einen Impuls, um über den Zustand unserer Welt, unserer Gesellschaften, unserer Regierungen und der latenten Bedrohung der Zukunft unserer Spezies nachzudenken.“, so Ottmar Hörl.

King Kong ist einer der großen Mythen der Moderne und eine Ikone der Pop-Kultur. Unvergessen sind die Filmszenen der riesigen Affenkreatur in der modernen Großstadt. Kein Wunder, dass das Motiv bis heute fasziniert und Künstler zu Neuformulierungen inspiriert.

Für das Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat Hörl bereits 2018 das Skulpturenprojekt „Second Life“ mit 100 Arbeitern konzipiert. Derzeit sind von Ottmar Hörl noch weitere institutionelle Installationen zu sehen, wie „Jeder gegen Jeden“ (bis 27. Oktober 2019) in der Kunsthalle Schweinfurt sowie „Lunch Break“, anlässlich des London Festival of Architecture gegenüber der St. Paul’s Underground Station in London; außerdem die Installation „Keltenfürst“ vor dem Archäologischen Landesmuseum Hessen am Glauberg, sowie die Installation „Bertolt Brecht – per aspera ad astra“ in Augsburg.

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